Dynamische Einsatzsimulation – die etwas andere Übung


Einsatzsimulation_580Düsseldorf (rd_de) – Eine dynamische Einsatzsimulation richtet sich primär an Führungskräfte und findet üblicherweise nicht im Freien als Vollübung, sondern in einem Raum statt. Patienten existieren deshalb auch nur in Form laminierter Karten. Aufkleber auf den Karten verdecken den medizinischen Zustand des Betroffenen und dessen Entwicklung über einen gewissen Zeitraum. Dieser erstreckt sich über fünf Phasen à 15 bis 20 Minuten.

Ein Set an Kladden und Aufklebern simuliert die Rettungsmittel – RTW, NEF, aber auch GW-SAN. Ferner wird differenziert zwischen tragbarem Material und Material, was im Schrank bleibt.

Countdown-Zähler stellen die Einsatzkräfte dar. Im regulären Fall wird im Verhältnis 1:1 geübt. Das bedeutet, ein Spieler hat eine Uhr und „spielt“ somit eine Einsatzkraft. Bei erfahrenen Gruppen kann man auch in einem 2:1-Verhältnis arbeiten. Dann bedient ein Spieler zwei Uhren und simuliert entsprechend zwei Einsatzkräfte.

Die Uhr dient aber nicht nur der Darstellung der Einsatzkräfte, sondern auch dem Zeitmanagement. Soll zum Beispiel ein Zugang gelegt werden, ist der Spieler an eine vordefinierte Zeit gebunden. Diese Zeit wird auf dem Countdown-Zähler eingegeben. Bis dass dieser klingelt, kann die Einsatzkraft keine weiteren Maßnahmen ausführen.

Mit der Simulation können auch die Themen „Vorsichtung“ und „Sichtung“ trainiert werden. Durch die verschiedenen Verletzungen und den dynamischen Verlauf der Patienten (sie reagieren auf die Maßnahmen) ist es erforderlich, regelmäßig eine Priorisierung vorzunehmen.

Damit möglichst viele mit diesem System üben können, bietet die DRK-Landesschule Nordrhein in Ahrweiler eine Trainerschulung für diese dynamische MANV-Simulationen an.

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(Text: Malte Pütz, Andreas Knickmann und Fritjof Brüne; Foto: Malte Pütz/LANO; 16.01.2017)

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