Reifen zerstochen: Reanimations-Patient erreicht Klinik verspätet


Essen (rd.de) – Der Transport eines Patienten unter laufender Reanimation verzögerte sich am Donnerstag (05.05.2016) um mehrere Minuten. Der Grund: Vor dem Rettungswagen (RTW) stand ein Notarzt-Einsatzfahrzeug (NEF), dessen Reifen an der Einsatzstelle zerstochen worden war. Der Patient starb kurze Zeit später in einer Klinik.

Rettungsdienst_Notarzt_Einsatz_Reanimation

Wie die Polizei mitteilt, setzten Mitarbeiter eines Dialysezentrums den Notruf ab. Als die Rettungsfachkräfte zusammen mit einem Notarzt in der Praxis eintrafen, wurde der Patient bereits durch die Mitarbeiter reanimiert.

Nach zirka einer halben Stunde gelang es den Rettungsfachkräften die Transportfähigkeit des Mannes herzustellen. Als einer der Rettungsdienstmitarbeiter die Trage aus dem Rettungswagen holte, bemerkte er, dass einer der Reifen des NEF platt war. Unglücklicherweise stand das NEF in einer schmalen Einfahrt vor dem RTW und blockierte so die Abfahrt.

Der Transport des Patienten unter laufender Reanimation in ein Krankenhaus verzögerte sich deswegen um zirka 15 Minuten. Im Krankenhaus starb der Patient kurz darauf. Wie die Polizei mitteilt, war an dem platten Reifen des NEF eine deutliche Einstichstelle zu erkennen. Es sei davon auszugehen, dass der Reifen mutwillig beschädigt wurde. Die Kriminalpolizei hat die Ermittlungen aufgenommen.

(06.05.2016)

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