Potsdam-Mittelmark: Rettungsfachkräfte wandern ab


Bad Belzig (rd.de) – Ein Teil der Rettungsdienstanbieter im Kreis Potsdam-Mittelmark ist alarmiert. Immer mehr Mitarbeiter der Rettungsdienste würden den Kreis verlassen und in benachbarten Regionen arbeiten. Grund dafür sei die bessere Bezahlung.

Können höhere Löhne eine Abwanderung der Rettungsfachkräfte aus dem Kreis stoppen? Foto: M. Brändli

Können höhere Löhne eine Abwanderung der Rettungsfachkräfte aus dem Kreis stoppen? Foto: M. Brändli

Wie die „Märkische Allgemeine“ berichtet, wiesen die Johanniter-Unfall-Hilfe und das DRK in einem Schreiben an den Landkreis auf die Problematik hin. Zwar hätten die Hilfsorganisationen frühzeitig, beispielsweise mit Maßnahmen zur Mitarbeitermotivation, versucht, die Abwanderung einzudämmen. Entscheidender sei aber, dass die Personalkosten angehoben werden könnten.

Der Kreis habe mitgeteilt, dass die Mehrkosten refinanziert werden müssten. Dazu wäre eine Änderung der Gebührensatzung für den Rettungsdienst notwendig. Allerdings müsse diese mit den Krankenkassen erst noch ausgehandelt werden.

Seit 2009 ist auch der private Rettungsdienstanbieter Promedica im Kreis tätig. Er habe gegenüber der Zeitung angegeben, nicht von der Abwanderungsproblematik der Mitarbeiter betroffen zu sein. Als Grund gab das Unternehmen an, dass die Bezahlung nach Haustarif an den öffentlichen Dienst angelehnt ist.

(07.04.2016)

2 Responses to “Potsdam-Mittelmark: Rettungsfachkräfte wandern ab”

  1. PM Retter on April 7th, 2016 16:17

    Der private Leistungserbringer (Promedica) hat keine Personalsorgen (im Gegenteil), bezahlt und behandelt seine Mitarbeiter angemessen.
    DRK und JUH haben zunehmend Personalnot…woran das wohl liegen mag…

    Übrigens haben alle 3 Leistungserbringer erst im letzten Jahr wieder die Ausschreibung für den Landkreis PM gewonnen. Die Kalkulation von Promedica scheint zu stimmen, komisch, dass es die HiOs mit den selben Mittel nicht schaffen und nun „plötzlich“ mehr Geld brauchen…

  2. Die Presse on April 8th, 2016 13:16

    Hätten die HiOrgs von Anfang an richtig kalkuliert, wären sie gar nicht erst an die Aufträge gekommen. Also erstmal billig machen und dann mit Forderungen fast erpressen.

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