Landgericht Münster: Drohne war keine Gefahr für RTH


Münster (rd_de) – Das Landgericht Münster hat am Freitag (03.06.2016) entschieden, dass der Drohnenflug eines 21-Jährigen keinen gefährlichen Eingriff in den Luftverkehr darstellte. Zuvor war die Staatsanwaltschaft in Berufung gegangen, nachdem auch ein Jugendschöffengericht den jungen Mann freigesprochen hatte.

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Drohne: Kein gefährlicher Eingriff in den Luftverkehr. Symbolfoto: M. Brändli

Wie die „Westfälischen Nachrichten“ schreiben, ließ der 21-Jährige auf einem Sportplatz in Nottuln im Oktober 2015 eine Drohne steigen. Zu diesem Zeitpunkt befand sich ein Rettungshubschrauber (RTH) im Anflug auf den Sportplatz. Um landen zu können, musste der Pilot dem Flugobjekt ausweichen. Die anschließende Landung verlief ohne Komplikationen.

Wie die Zeitung berichtet, sei am Freitag als einziger Zeuge der RTH-Pilot vernommen worden. Seiner Aussage nach sei zu keinem Zeitpunkt für seinen Hubschrauber eine Gefahr von der Drohne ausgegangen. Das Gericht kam damit zu dem Schluss, dass es einen gefährlichen Eingriff in den Luftverkehr nicht erkennen könne.

(06.06.2015)

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