Landesgrenze verhindert eine schnelle Rettung


Herongen (rd.de) – Der plötzliche Tod eines Mannes bei einem Karten-Turnier in Herongen (Kreis Kleve) nahe der niederländischen Grenze sorgt in der Region für Diskussionen. Der alarmierte Rettungswagen traf nach einer Viertelstunde ein. Rettungsfachkräfte aus den Niederlanden hätten schneller vor Ort sein können.

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Wie die „Rheinische Post“ berichtet, seien die beiden für den Ort zuständigen Rettungswagen anderweitig im Einsatz gewesen. Ein weiter entfernter Rettungswagen habe den Einsatz übernehmen müssen. So vergingen nach Angaben der Zeitung 14 Minuten, ehe ein RTW eintraf.

Zwar sei nicht zu klären, ob ein schnelleres Eintreffen den älteren Mann mit Vorerkrankungen hätte retten können. Der Fall wirft im Kreis die Frage auf, warum nicht ein Rettungswagen aus Venlo (Niederlande) den Einsatz übernahm.

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Eine Sprecherin des Kreises Kleve wies gegenüber der „Rheinischen Post“ auf unterschiedliche Gesetze in den beiden Ländern hin. Die Kompetenzen und Rechte der Einsatzkräfte seien zu unterschiedlich. Zwar helfen Kräfte auf beiden Grenzseiten aus. In diesen Fällen seien aber immer auch Helfer des jeweiligen Landes in den Einsatz eingebunden. Dennoch handele es sich um eine rechtliche Grauzone.

Die benachbarten Kreise und zuständigen Ministerien scheinen seit längerem an einer Kooperation zu arbeiten. Bisher ist es nach Angaben der Zeitung aber nicht möglich gewesen, eine rechtssichere Lösung zu finden.

(01.04.2016)

One Response to “Landesgrenze verhindert eine schnelle Rettung”

  1. Hanseretter on April 4th, 2016 13:50

    Bevor man Staatsgrenzen in Angriff nimmt, sollte man erstmal klein bei Kreis- & Landesgrenzen anfangen!

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