Handy am Steuer: Verfahren gegen Rettungssanitäter eingestellt


Bielefeld (rd_de) – Ein 21-jähriger Fahrer eines Krankentransportwagens (KTW) war im Februar 2015 an einer roten Ampel mit seinem Diensthandy beschäftigt. Die Polizei beobachtete den Vorgang und erteilte ihm einen Bußgeldbescheid in Höhe von 80 Euro. Gegen diesen setzte sich der Rettungssanitäter vor Gericht zu Wehr – erfolgreich

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Wie die „Lippische Landes-Zeitung“ schreibt, gab der Fahrer an, eine Einsatzmeldung von der Leitstelle bekommen zu haben. Anderes als bei Rettungswagen, geschähe dies im KTW nicht über Funk, sondern über das Handy. Die Meldung wollte der Rettungssanitäter an der roten Ampel mit der entsprechenden Statusmeldung quittieren.

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Der Verteidiger des 21-Jährigen habe in der Verhandlung darauf hingewiesen, dass sein Mandant verpflichtet sei, diese Rückmeldung zu geben. Wie die Zeitung weiter berichtet, sprach die Richterin von einer Zwickmühle, in der sich die Rettungsfachkraft befunden habe. Das Probleme müsse ihrer Ansicht nach grundsätzlich geklärt werden. Das Verfahren wurde eingestellt.

(06.06.2016)

4 Responses to “Handy am Steuer: Verfahren gegen Rettungssanitäter eingestellt”

  1. Daniel Diepers on Juni 7th, 2016 20:45

    Im qualifizierten Krankentransport würde sich als Direktlösung ja der Beifahrer anbieten 🙂

  2. Jörn on Juni 8th, 2016 09:44

    @Daniel Dipüers: Und im „nicht-qualifizierten“ Krankentransport die vom Dienstherren bereitgestellte Handyschalte/Freischaltung. 😉

  3. Tobi on Juni 13th, 2016 08:48

    Statusfunk wäre ebenfalls eine Lösung. Nach der Umstellung auf Digitalfunk, sollte dies doch kein Problem sein (in Österreich funktioniert das ja bereits) 😉

  4. Max on Juni 19th, 2016 18:31

    Ich verstehe das Problem nicht so recht. Sowohl in Nds. als auch Hessen sind alle regulären KTW mit BOS-Funk ausgestattet. Wieso soll das nicht auch in anderen Bundesländern/Landkreisen möglich sein.
    Da wurde mal wieder am falschen Ende gespart.

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