Datensatz auf Gesundheitskarte soll Notfall-Behandlung erleichtern


Berlin (rd_de) – Die Bundesregierung plant zum 1. Januar 2018 die Einführung eines so genannten Notfalldatensatzes (NFD).

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Datensatz auf Gesundheitskarte soll Notfall-Behandlung erleichtern. Symbolfoto: Barmer GEK

Der NFD enthält die notfallrelevanten medizinischen Informationen zur Patientengeschichte, beispielsweise Diagnosen, Medikation, Allergien und Unverträglichkeiten. Künftig kann der Hausarzt auf Wunsch die Daten auf der Gesundheitskarte speichern. Mit passenden Geräten können diese dann von Rettungsfachkräften ausgelesen werden. Damit liegen innerhalb kürzester Zeit wichtige Informationen, vor allem für die medikamentöse Behandlung des Notfallpatienten vor.

Noch bis November läuft ein halbjähriger Praxis-Test am Universitätsklinikum in Münster. Der Generalsekretär der Deutschen Gesellschaft für Unfallchirurgie sagt dazu: „Wir hoffen auf einen erfolgreichen Verlauf dieser Forschungsphase, sodass der Notfalldatensatz bundesweit schnell zur Anwendung kommen kann.“

Auf Nachfrage von rettungsdienst.de teilte Physio-Control mit, dass ihre Geräte gegenwärtig technisch nicht in der Lage sind, die Gesundheitskarten auszulesen. Ob eine technische Umsetzung bei neuen Geräten gegeben sein wird, war nicht klar. GS Elektromedizinische Geräte konnte zur technischen Umsetzung bei den Corpuls-Geräten keine Angaben machen.

(22.06.2016)

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