Bayern: Erste Lesung zum Rettungsdienstgesetz


Rettungswagen auf weissem HintergrundMünchen (IM BY) – Im Bayerischen Landtag wurde am Mittwoch (12.11.2015) in Erster Lesung der Gesetzentwurf des überarbeiteten Bayerischen Rettungsdienstgesetzes vorgestellt.

Innenminister Joachim Herrmann wies dabei auf die erweiterten Kompetenzen künftiger Notfallsanitäter hin. Ärztliche Leiter Rettungsdienst (ÄLRD) erhalten laut des Gesetzentwurfs die Möglichkeit, einfache ärztliche Maßnahmen und Medikamentengaben an die Notfallsanitäter zu delegieren. Der Gesetzesentwurf schaffe hier eine ausgewogene Balance zwischen bestmöglicher Behandlungssicherheit für Patienten und Rechtssicherheit für die Notfallsanitäter, betonte Herrmann. Ab 2024 soll in der Notfallrettung bayernweit mindestens ein Notfallsanitäter pro Rettungswagen eingesetzt werden.

Mit Blick auf die Neustrukturierung der Ärztlichen Leiter Rettungsdienst erhofft sich der Innenminister ein optimiertes medizinisches Qualitätsmanagement bei der Patientenversorgung und -betreuung. Unter anderem soll die Funktion des Ärztlichen Bezirksleiters auf Rettungsdienstbezirksebene neu eingeführt werden.

„Die Bezirksleiter können dann die Arbeit der ÄLRD vor Ort unterstützen und koordinieren“, so Herrmann. Dazu gehöre beispielsweise, dass die Ärztlichen Bezirksleiter die umfassende überregionale Gremienarbeit übernehmen. „Das entlastet unsere ÄLRD, die sich dann um ihre Kernaufgaben besser kümmern können.“

Außerdem ist im Gesetzesentwurf vorgesehen, im bayerischen Innenministerium einen speziellen Rettungsdienstausschuss einzurichten. Der soll fachliche Empfehlungen erarbeiten und ein bayernweit einheitliches Vorgehen im Rettungsdienst sicherstellen.

(12.11.2015; Symbolfoto: Thaut Images/Fotolia)

Möchten Sie einen Kommentar schreiben?