Rettungsdienst Schweiz: Was Job-Sucher wissen müssen


Bremen (rd_de) – Wer im Internet nach „Rettungsdienst Schweiz“ sucht, um herauszufinden, wie das dortige System strukturiert ist, dürfte frustriert aufgeben. Schon bei flüchtiger Betrachtung wird schnell deutlich, dass die Organisation des Rettungswesens in der Alpen-Republik heterogen, unübersichtlich und für Außenstehende vermutlich chaotisch anmutet. Wie soll sich da ein Rettungsdienst-Mitarbeiter aus Deutschland, der in der Schweiz einen Job sucht, zurechtfinden?

Die Strukturen, Kompetenzen und Vorgehensweisen unterscheiden sich nicht nur zwischen den einzelnen Kantonen, sondern von Rettungsdienst zu Rettungsdienst. Oftmals wird behauptet, die einzige Gemeinsamkeit sei die Notrufnummer 144.

Die Durchführung des Rettungsdienstes in der Schweiz obliegt den Gemeinden oder Kantonen. Jedoch besitzen lediglich 75 Prozent der Kantone überhaupt ein gesetzliches Grundgerüst für den Rettungsdienst. Diese sind – im Vergleich zu Deutschland – nur sehr kurz gefasst. Durch Gemeinden, Bezirke oder Kantone wird der Rettungsdienst direkt durchgeführt oder ein Vertragspartner beauftragt. In vielen Fällen handelt es sich hierbei um Regional- oder Kantonsspitäler.

„Rettungsdienst Schweiz“ für Job-Sucher

Wie in Deutschland beginnt alles mit der Stellensuche. Vakante Posten werden auf den Internetseiten der rund 120 Rettungsdienste sowie in Stellenbörsen und Fachzeitschriften veröffentlicht. Der allgemeine Personalmangel im Gesundheitswesen hat einzelne Rettungsdienste in der Schweiz bereits zum Einsatz von Headhuntern gezwungen.

Auf die üblichen Formulierungen in Annoncen ist zu achten: Wird ein „dipl. Rettungssanitäter HF“ gesucht, spricht nichts dagegen, sich als Rettungsassistent/Notfallsanitäter zu bewerben. Deutsche Rettungssanitäter haben hingegen keine Aussichten auf Erfolg. Der Hinweis, dass bei einem ausländischen Berufsabschluss die schweizerische Anerkennung „zwingend“ verlangt wird, sollte beachtet werden. Initiativbewerbungen sind grundsätzlich möglich.

Darüber hinaus gibt es zahlreiche Besonderheiten, die ein deutscher Rettungsdienst-Mitarbeiter kennen muss, sollte er sich auf das Abenteuer „Rettungsdienst Schweiz“ einlassen wollen. Alles Wichtige über:

•    Stellensuche
•    Bewerbung
•    Vorstellungsgespräch
•    Sitten und Gepflogenheiten
•    Arbeitsgenehmigung
•    Probezeit und
•    Anerkennung von deutschen/internationalen Diplomen

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(Text und Foto: Stefan Friedberg, dipl. Rettungssanitäter HF und Dozent im Rettungsdienst. Er arbeitet vorwiegend für den Kanton Freiburg und ist ebenfalls für verschiedene medizinische Leistungserbringer in der Stadt Bern tätig; zuletzt aktualisiert: 27.04.2017)

eDossier „Rettungsdienst Schweiz: Was Job-Sucher wissen müssen“
• Umfang: 14 Seiten
• Dateigröße: ca. 2,9 MB/PDF-Format
• Beiträge aus Rettungs-Magazin 2/2015 und 5/2015

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