Oktoberfest 2017: Wieder viel Arbeit für die Retter


München (rd_de) – Auch das 184. Oktoberfest bescherte den Rettungskräften in München wieder reichlich Arbeit. An den 18 Wiesn-Tagen registrierte man in der Sanitätsstation auf dem Festgelände nach Angaben des Bayerischen Roten Kreuzes (BRK) 6.981 hilfsbedürftige Personen.

Die Spanne der Hilfeleistungen reichte von der klassischen Base am Fuß bis hin zum Herzinfarkt oder Schlaganfall. Zwei Wiesn-Besucher mussten in diesem Jahr reanimiert werden.

Tradition haben die gelben Fahrtragen, mit denen die Rettungskräfte als fünfköpfige Fußstreifen auf dem Festgelände unterwegs sind. Wie das BRK auf seiner Website mitteilt, waren an den besonders einsatzstarken Wochenenden bis zu elf Fahrtragen parallel im Dauereinsatz. Ein Team rückte in seiner Schicht 28 Mal aus und legte dabei 32 Kilometer zurück.

Die Wiesn-Sanitätsstation war auch in diesem Jahr mit Ärzten der unterschiedlichsten Fachrichtungen besetzt. Sie versorgten 3.449 Patienten. In 55 Prozent der Fälle handelte es sich um chirurgische Notfälle. 19 Prozent aller medizinischen Versorgungen waren auf Intoxikationen (hauptsächlich Alkohol) zurückzuführen. Zehn dieser Vergiftungsfälle betrafen Jugendliche unter 16 Jahren.

794 Patienten mussten aufgrund ihrer gesundheitlichen Probleme in Kliniken gebracht werden. Darunter befanden sich auch 21 Personen, die auf dem Oktoberfest als Ordnungskräfte arbeiteten und sich eine Magen-Darm-Erkrankung zugezogen hatten. Bei diesem Einsatz wurde ein Großraum-Rettungswagen der Berufsfeuerwehr München angefordert.

Die Integrierte Leitstelle München teilte ergänzend mit, dass man bis Dienstagmorgen (03.10.2017), 03:00 Uhr, 2.722 medizinische Notfälle auf dem Wiesn-Gelände disponiert hätte. Der Notarzt des kommunalen Rettungsdienstes rückte zu 194 Einsätzen auf der Wiesn aus.

(04.10.2017; Symbolfoto: pixabay.com)

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