Der 1. Mai ist gefährlichster Tag des Jahres


Witten (idw) – Wenn es um schwere Autounfälle geht, ist der 1. Mai der gefährlichste Tag des Jahres. Das ergibt eine Auswertung des deutschen Trauma-Registers DGU von Prof. Dr. Rolf Lefering, Statistiker an der Universität Witten/Herdecke.

„Betrachtet man das Ranking der Jahrestage, dann fällt auf, dass zwischen Weihnachten und Neujahr erstaunlich wenige Unfälle passieren“, so Prof. Lefering. „Das Trauma-Register erfasst die vielen leichten Unfälle mit Böllern an Silvester nicht, weil diese selten intensivmedizinisch versorgt werden müssen, aber schwere Autounfälle gibt es in dieser Zeit erstaunlich wenig. Das könnte daran liegen, dass man vorsichtiger fährt, weil man seine Familie mit im Auto hat.“

Statistisch werden am 1. Mai die meisten Schwerverletzten in deutsche Krankenhäuser eingeliefert. „Das ist der Feiertag, an dem der Frühling viele Menschen nach draußen lockt. Motorradfahrer drehen wieder die ersten Runden nach dem Winter, oft in großen Gruppen, wo jeder zeigen will, was er noch drauf hat; es sind zudem viele Fußgänger unterwegs und für viele ist der 1. Mai ein Tag, an dem man ruhig mal etwas tiefer ins Glas schaut – eine ungute Kombination“, erklärt sich Rolf Lefering den statistisch deutlichen Zusammenhang.

3. Oktober ebenfalls unter den „Top Ten“

Unter den „Top Ten“ jener Tage mit den meisten schweren Unfällen rangiert auch der 3. Oktober. Die übrigen „kritischen“ Tage liegen alle im Sommer, wo vor allem durch Motorradfahrer die Unfallzahlen fast doppelt so hoch sind wie im Winter.

„Wenn man sich die Wochentage anschaut, haben wir am Wochenende ein leichtes Plus bei den Aufnahmen im Krankenhaus gegenüber den Werktagen. Wesentlich deutlichere Unterschiede zeigen sich aber im Tagesverlauf. Zwischen 17 und 19 Uhr, wenn viele müde und gestresst eilig nach Hause fahren, passieren die meisten schweren Unfälle“, fasst Prof. Lefering die Daten zusammen.

Prof. Lefering ist seit vielen Jahren wissenschaftlicher Berater des Trauma-Register DGU und in seinen Leitungsgremien vertreten. Er kann auf weit über 150.000 dokumentierte Einzelfälle im Register zugreifen.

Seit 1993 sammelt das Trauma-Register DGU Daten schwerverletzter Patienten, um den beteiligten Kliniken Rückmeldung über ihre Behandlungsqualität zu geben. Zudem werden die anonymisierten Daten genutzt, um epidemiologische und therapeutische Fragestellungen zu untersuchen. Aus anfänglich fünf Kliniken sind mittlerweile über 600 geworden, die aktuell über 35.000 neue Fälle pro Jahr dokumentieren. Diese Initiative der Deutschen Gesellschaft für Unfallchirurgie (DGU) feierte 2013 ihren 20. Jahrestag.

(05.01.2015; Symbolfoto: Polizei)

2 Responses to “Der 1. Mai ist gefährlichster Tag des Jahres”

  1. Sylvio on Januar 5th, 2015 14:10

    Traue keiner Statistik, die Du nicht selber gefälscht hast.

  2. Benny on Januar 6th, 2015 13:19

    und was ist die Erkenntnis und v.a. die Konsequenz daraus???

    Wozu werden solche Auswertungen vorgenommen, die keine praktischen Nutzen generieren?

    Die sind da ganz schön selbstverliebt beim Traumaregister und sammeln wohl gerne Publikationen.

    Da gibt es bessere Möglichkeiten, mit diesen Daten etwas zu verbessern.

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