Berlin: Das Schlaganfall-Mobil kehrt zurück


STEMO BerlinBerlin (rd.de) – Kontroverse Diskussionen löste vor rund vier Jahren die Indienststellung des Schlaganfall-Einsatzmobils (STEMO) in Berlin aus. Fachleute stritten über Sinn und Unsinn dieses unter anderem mit CT ausgestatteten Spezialfahrzeugs. Nach einem Unfall im März 2015 schien STEMOs Ende besiegelt. Doch in wenigen Wochen schon soll ein neues Fahrzeug dieser Art den Dienst aufnehmen.

Wie die „Ärzte Zeitung“ am Mittwoch (16.09.2015) berichtete, planen die Berliner Feuerwehr und das Unfallkrankenhaus Berlin, spätestens im November dieses Jahres ein neues STEMO auf die Straße zu bringen. Es wird Bestandteil einer neuen Studie sein. Diese soll dann nicht nur bestätigen, dass dank des STEMOs Apoplex-Patienten deutlich früher als üblich eine Lyse-Therapie erhalten. Auch Aussagen über Sterblichkeitsquote sowie langfristige Behinderung sollen auf diesem Wege möglich sein. Kritiker sahen dies beim ersten STEMO-Projekt – neben den Kosten – als wichtigste Kritikpunkte an.

Das erste STEMO in Berlin wurde in Kooperation von der Feuerwehr Berlin und der Charité betrieben. Laut „Ärzte Zeitung“ wickelte es durchschnittlich sechs Einsätze pro Tag ab. Statistisch ließ sich nachweisen, dass dank des STEMOs der Beginn der Lyse-Therapie um rund 25 Minuten verkürzt werden konnte. Nach der Kollision mit einem Lkw am 18. März 2015 musste der Wagen aufgrund eines Totalschadens außer Dienst genommen werden.

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Den Beitrag der „Ärzte Zeitung“ lesen Sie hier.

(16.09.2015; Symbolfoto: Charité Berlin)

2 Responses to “Berlin: Das Schlaganfall-Mobil kehrt zurück”

  1. crisu on September 17th, 2015 13:54

    noch ein neues mobil? und ich dachte immer, das die FW kein personal hat. habe mal gehört, dass das jetzige mobil von externen RA gefahren wird.weiss da jemand mehr?

  2. Andre on September 19th, 2015 10:16

    Das verunfallte STEMO wurde übrigens repariert und fährt wieder.

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