18. RETTmobil startet heute


Fulda (rd_de) – Im Vorfeld der 18. RETTmobil waren die Organisatoren der Messe und des begleitenden Kongresses überaus optimistisch, dass sich die Erfolgsgeschichte der Veranstaltung fortschreiben ließe. Demnach ist in Fulda mit 530 Ausstellern aus 20 Nationen und über 28.000 Besuchern zu rechnen. Einen Vorgeschmack gibt es hier.

Johanniter stellen den Schirmherren

Für die Johanniter-Unfall-Hilfe (JUH) sei die jährliche Präsentation in Fulda ein gerne wahrgenommener Pflichttermin, erläuterte im Vorfeld der JUH-Vizepräsident, Alexander Graf Neidhardt von Gneisenau. Dr. Frank-Jürgen Weise, Präsident der Johanniter-Unfall-Hilfe, hat in diesem Jahr die Schirmherrschaft für die Messe übernommen.

Die RETTmobil biete die hervorragende Gelegenheit, sich als starker Partner in Rettungsdient und Bevölkerungsschutz, vor allem aber als attraktiver Arbeitgeber zu präsentieren, betonte Alexander Graf Neidhardt von Gneisenau. Schon heute seien zahlreiche Stellen in den Rettungsdiensten vakant. Deshalb sei es von existenzieller Bedeutung, auch in Zukunft junge Menschen für die Mitarbeit im Rettungsdienst zu begeistern.

Selbstschutz und Gewaltprävention im Rettungsdienst seien weitere Herausforderungen, zu deren Bewältigung die RETTmobil wieder einen wichtigen Beitrag leisten könne. „Sicher wird es uns nicht gelingen, all diese Herausforderungen innerhalb weniger Messetage zu bewältigen“, so Alexander Graf Neidhardt von Gneisenau. „Ich bin jedoch überzeugt, dass auch die diesjährige RETTmobil wieder einen wichtigen Beitrag dazu leisten wird.“

Auch Helfer sind Menschen

Hartmut Ziebs, Präsident des Deutschen Feuerwehrverbands, unterstreicht das Bekenntnis zum Standort Fulda und zur Messe, bei der wichtige Entwicklungen diskutiert und nach vorn gebracht würden. Manchmal benötigten aber auch die Helfer Hilfe. Deshalb unterstütze die Stiftung „Hilfe für Helfer“ des DFV die Einsatzkräfte bei der Bewältigung besonders belastender Erfahrungen.

Parallel zur RETTmobil findet in Fulda das 5. Symposium der Stiftung „Hilfe für Helfer“ statt. Im Blickpunkt stehen hierbei Methodik und Didaktik in der Psychosozialen Notfallversorgung für Einsatzkräfte. Nur gemeinsam könnten alle Rettungs- und Hilfsorganisationen als Familie die neuen Herausforderungen meistern, so Ziebs.

Als neue Herausforderung sieht der DFV-Präsident die Aufgabe, die Einsatzkräfte auf die Gewalt gegen sie vorzubereiten. Die Arbeitsgemeinschaft der Feuerwehren im Rettungsdienst (AG FReDI) gestaltet auch in diesem Jahr den Fortbildungsbereich mit. Auch hier wird der Aspekt „Gewalt gegen Helfer“ ein Thema sein, berichtete deren Sprecher, Branddirektor Jörg Wackerhahn.

Weitere Themen sind „Bedrohungslagenlagen“ inklusive deren Vor- und Nachbereitung, „Großschadenlagen“ wie der G-20-Gipfel in Hamburg und die „Bedeutung/Auswirkungen sozialer Medien in der Öffentlichkeitsarbeit“. Als Referenten sind unter anderem Professor Dr. Harald Karutz und Jan-Ole Unger, Pressesprecher der Feuerwehr Hamburg, vorgesehen.

Auch das Thema Personalmangel wird in den Fokus gerückt. Deshalb informiert die Arbeitsgemeinschaft über Ausbildungsmöglichkeiten bei den Feuerwehren, die auch für Akademiker attraktive Jobs bieten, so Wackerhahn.

Auf dem Messeforum in Halle 7 werden täglich bis zu sechs Vorträge verschiedenster Themen, unter anderem MANV-Übung in der virtuellen Realität, Einsatzhygiene, Überleben durch Ausbildung und Gewalt gegen Einsatzkräfte präsentiert.

Im Anschluss an die Eröffnungsveranstaltung findet in Halle 7 am Messe-forum eine Podiumsdiskussion zum Thema „Struktur der Präklinik auf dem Prüfstand“ statt.

Einsatzlage bei Terror

Für die 18. RETTmobil ist ein umfangreiches und hochkarätiges Fortbildungsangebot mit elf Workshops und acht Modulen vorgesehen. 45 Referenten werden erwartet. Das häufigste Thema, das den Rettungsdienst in der jüngsten Vergangenheit beschäftigt habe, sei die spezielle Einsatzlage bei Terror, erläuterte Professor Dr. Peter Sefrin. Er hat wieder die Kongressleitung übernommen.

Daneben stehen aber auch Themen aus dem Bereich der Psychologie, der Hygiene, des Fehlermanagements und des Umgangs mit speziellen Einsatzsituationen auf dem Programm.

Gerade die zunehmende Technisierung interessiert Mitarbeiter im Rettungsdienst in besonderem Maße. Im Rahmen der Fortbildungen kann nicht nur die Funktionsweise und die Indikation im Einsatz ausführlich erläutert werden. Es besteht auch in allen Modulen die Möglichkeit, intensiv mit den Referenten zu diskutieren.

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(Text: Lars Schmitz-Eggen, Chefredakteur Rettungs-Magazin / www.rettungsdienst.de; Symbolfoto: Michael Rüffer; 16.05.2018) [4878]

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