Wasserrettung: Badeunfälle und ein havarierter Jetski-Fahrer


Am ersten warmen Wochenende in Deutschland ereigneten sich zahlreiche Unfälle in Gewässern. In Mülheim an der Ruhr wurde eine Person nach Sprung von der Schlossbrücke vermisst. Ein Passant sprang hinterher, musste aber völlig erschöpft die Rettung aufgeben. Foto: Feuerwehr Mülheim an der Ruhr

Bremen (rd_de) – Bis zu 30 Grad Celsius zeigte das Thermometer am Wochenende (20.-22.04.2018). Viele suchten eine Abkühlung in Flüssen, Seen und an der Küste. Dabei kam es zu einigen Einsätzen für die Wasserretter.

Glimpflich ging es für einen 34-jährigen Stand-Up-Paddler aus, der am Freitagabend (20.04.2018) auf den Starnberger See bei Münsing hinausfuhr. Nur mit Badehose bekleidet, fiel der Mann mehrfach in den zehn Grad kalten See. Nach einiger Zeit verließen den Paddler die Kräfte und er rief um Hilfe.

Besucher eines Biergartens am Ufer wurden auf den Mann aufmerksam. Während acht Männer ins Wasser sprangen, setzten Gäste Notrufe ab. Da die Anrufer angaben, dass sich mehrere Personen im See befänden, alarmierte die Leitstelle ein Großaufgebot von Einsatzkräften der Wasserwacht, DLRG und des Rettungsdienstes sowie einen Rettungshubschrauber.

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Als die Einsatzkräfte eintrafen, hatten die Ersthelfer den Mann mit seinem Board bereits ans Ufer gezogen. Ein Krankenpfleger und ein Medizinstudent leistete laut „Süddeutscher Zeitung“ Erste Hilfe. Der Rettungshubschrauber brachte den Patienten in ein Krankenhaus.

Jetski-Fahrer harrt 20 Stunden auf Ostsee aus

Ebenfalls Glück hatte ein 33-jähriger Jetski-Fahrer. Der Mann startete am Freitag südlich von Sassnitz (Kreis Vorpommern-Rügen) zu einem Ausflug auf der Ostsee. Als er sich gegen 18 Uhr auf offener See befand, viel plötzlich sein Motor aus. Mehrere Startversuche blieben erfolglos. Da der Mann keine Möglichkeit hatte, auf sich aufmerksam zu machen, richtete er sich darauf ein, die Nacht auf der Ostsee zuzubringen.

Der Wind trieb Jetski und Fahrer immer weiter auf die offene See hinaus. Erst am Samstagmittag entdeckte die Besatzung des Kabeltrassen-Wachschiffs „Emanuel“ den Havaristen rund elf Seemeilen (gut 20 Kilometer) von seinem Startplatz entfernt.

Die Besatzung der „Emanuel“ nahm den leicht verletzten Mann an Bord und versorgte ihn. Wenig später übernahm der Seenotrettungskreuzer „Harro Koebke“ der DGzRS den Jetskifahrer und brachte ihn zu seinem Ausgangsstrand zurück.

Neuss: 18-jähriger stirbt bei Badeunfall

Am Samstag kam es in einem Baggersee in Neuss-Uedesheim zu einem Badeunfall. Laut Polizei ging am Abend ein 18-Jähriger mit fünf weiteren Personen zum Schwimmen in den See. Plötzlich ging der 18-Jährige unter. Seine Begleiter versuchten, ihn wieder an die Oberfläche zu bringen. Der Versuch scheiterte.

Nach Eingang des Notrufs alarmierte die Integrierte Leitstelle des Rhein-Kreises Neuss unter anderem eine Wasserrettungseinheit, den Rettungsdienst und mehrere Tauchergruppen von DRK, DLRG und der Berufsfeuerwehr Düsseldorf. Nach einer umfangreichen Suche fanden Taucher den Mann auf dem Grund des Baggerlochs in ungefähr drei bis vier Meter Tiefe.

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Sie brachten den Patienten ans Ufer und übergaben ihn dem Rettungsdienst. Während Notfallseelsorger die Augenzeugen betreuten, brachten die Rettungskräfte den 18-Jährigen in ein Krankenhaus. Wie die Polizei mitteilte, starb der junge Mann dort in der Nacht auf Sonntag.

Mülheim an der Ruhr: Ersthelfer bei Rettungsaktion verletzt

Beim Versuch, einen Mann zu retten, verletzte sich am Sonntagabend in Mülheim an der Ruhr ein Ersthelfer. Er war von der Schlossbrücke in die Ruhr gesprungen. Doch der Mann ging unter. Die anschließende Suche blieb erfolglos. Den Ersthelfer verließen derweil die Kräfte. Er musste völlig erschöpft in ein Krankenhaus gebracht werden.

 

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(23.04.2018; Foto: Feuerwehr Mülheim an der Ruhr)

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