Verschüttete Kieswerk-Mitarbeiter geborgen


Isselburg (rd_de) – Nach einer zweitägigen Rettungsaktion haben Einsatzkräfte am Mittwochabend (29.11.2017) den letzten Verschütteten aus einem Kieswerk bei Isselburg-Anholt (Kreis Borken) bergen können. 

Laut Polizei arbeiteten vier Angestellte des Kieswerks am Dienstagnachmittag auf einem aufgeschütteten Kiesberg, als plötzlich ein Teil des Kies-Sand-Gemischs ins Rutschen geriet. Die Arbeiter stürzten den Berg hinunter und wurden von den herabfallenden Steinen verschüttet.

Ein Augenzeuge setzte einen Notruf ab, und der Disponent alarmierte den Rettungsdienst sowie die Feuerwehr zum Einsatzort. Als die Kräfte eintrafen, waren zwei Arbeiter teilweise verschüttet und ansprechbar. Zwei weitere Personen befanden sich vollständig unter den Steinen. Nach kurzer Zeit konnte die Feuerwehr die beiden teilweise Verschütteten retten. Der Rettungsdienst brachte die Patienten mit leichten Verletzungen in Krankenhäuser.

Um die beiden anderen Personen aus dem Kiesberg zu retten, sicherten Kräfte des THW und der Feuerwehr die Unglücksstelle umfangreich ab. Am Abend konnten sie einen 42-Jährigen nur noch tot bergen.

Wenige Stunden später drangen sie zu einem 52-Jährigen vor. Der Notarzt stellte bei ihm vor Ort sichere Todeszeichen fest. Angesichts der fortgeschrittenen Zeit unterbrachen die Einsatzkräfte die Bergungsarbeiten, um sie bei Tageslicht fortzusetzen. Die Leiche des 52-Jährigen konnte erst am folgenden Tag gegen 21.30 Uhr geborgen werden.

(30.11.2017; Symbolfoto: M. Brändli)

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