Rettungsdienst versorgt Beatmungspatienten nach Bombenfund


Köln (BF) – Sechs intensiv-pflegebedürftige Patienten mussten durch die Feuerwehr und den Rettungsdienst Köln am Donnerstag (03.12.2015) vorübergehend in Rettungswagen betreut werden. Ursache war der Fund einer Bombe aus dem Zweiten Weltkrieg.

Morgens war bei Bauarbeiten im Stadtteil Ostheim eine US-amerikanische Fünf-Zentner-Bombe aus dem Krieg gefunden worden. Um die Bombe entschärfen zu können, legte der Kampfmittelbeseitigungsdienst einen Gefährdungsbereich von 400 Metern rund um die Fundstelle fest. In diesem Areal befand sich unter anderem eine Beatmungsgemeinschaft, in der sechs Patienten beatmet und intensivmedizinisch versorgt werden.

Um die Belastung für die Patienten so gering wie möglich zu halten, versorgte der Rettungsdienst jeden Patienten einzeln in einem Rettungswagen. Die sechs Rettungswagen, die aus dem Sonderbedarf des Rettungsdienstes alarmiert werden mussten, fuhren für die Zeit der Bombenentschärfung nicht ein Krankenhaus, sondern die nächstgelegen Feuerwache Ostheim an.

Die Fahrzeughalle konnte durch Einsatzkräfte so vorbereitet werden, dass eine Stromversorgung für alle Rettungswagen verfügbar war. Dadurch stellte der Kölner Rettungsdienst sicher, dass alle medizinischen Geräte, die für die Versorgung der Patienten notwendig sind, auch bei einer längeren Entschärfung funktionieren. Die Patienten wurden während der Wartezeit durch Rettungsfachkräfte in den Fahrzeugen versorgt.

Nachdem die Bombe um 13:38 Uhr durch den Kampfmittelbeseitigungsdienst entschärft werden konnte, transportierte der Rettungsdienst die Patienten ohne Komplikationen zurück in die Räume der Beatmungsgemeinschaft.

Feuerwehr und Rettungsdienst waren mit 25 Einsatzkräften und zwölf Fahrzeugen im Einsatz. Die Einheiten kamen von den Feuerwachen Innenstadt und Ostheim sowie von den Hilfsorganisationen. Die Einsatzleitung hatte der Führungsdienst der Branddirektion.

(04.12.2015)

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