Produkt: Rettungs-Magazin 1/2021
Rettungs-Magazin 1/2021
Düsseldorfer Idee: Konzept für kleine MANV-Lagen +++ Trauma: Beckenverletzungen versorgen +++ Nürburgring: Eine X-Klasse für die Rennstrecke

Parkender RTW nervt Autofahrerin

(Bild: (Symbol) Markus Brändli)Waldshut-Tiengen (ots) – Eine Autofahrerin hat am Dienstagmittag (02.02.2021) in Waldshut-Tiengen die Besatzung eines Rettungswagens durch Dauerhupen bedrängt.

Gegen 14:00 Uhr waren die Rettungskräfte laut Polizei mit der Versorgung einer Patientin im Rettungswagen beschäftigt. Der RTW stand auf der Straße und blockierte dabei mehrere Parkflächen.

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Eine 20 Jahre alte Frau wollte von einer dieser Parkflächen mit ihrem Auto losfahren. Sie rief nach den Rettungskräften und hupte mehrmals. Einer der Rettungsdienst-Mitarbeiter erklärt der Frau, dass man eine Notfallpatientin im Rettungswagen behandeln würde. Sobald die Versorgung abgeschlossen sei, werde man ins Krankenhaus fahren.

Mit dieser Aussage sei die Autofahrerin aber überhaupt nicht einverstanden gewesen, so die Polizei. Die Frau habe nun unentwegt gehupt, was sich auch auf den Gesundheitszustand der Patientin im Rettungswagen auswirkte. Deshalb ging nochmals der Notarzt auf die Autofahrerin zu, um ihr die Situation zu erklären. Ohne Erfolg, die Autofahrerin soll weitergehupt haben, bis der Rettungswagen schlussendlich weggefahren sei.

Die Polizei ermittelt, ob die Frau neben Verkehrsordnungswidrigkeiten auch strafrechtliche Verstöße begangen hat.

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Kommentare zu diesem Artikel

  1. “RTW-Besatzung angehupt”

    Dass die RTW-Besatzung rein juristisch betrachtet, korrekt – somit erlaubt – gehandelt hat, steht außerhalb jedweder Zweifel.

    Die Tatsache jedoch, dass ein Notarzt an der Behandlung der Patientin im RTW fachlich-qualifiziert beteiligt war und (!) die Zeit hatte, den RTW zu verlassen, um die hupende Autofahrerin zu ermahnen, hätte offenbar dazu führen können, dass ein/e Angehörige/r der RTW-Besatzung den RTW um nur wenige Meter zur Seite zu fahren. Immer vorausgesetzt, dass dies notfallmedizinisch vertretbar war.
    Es wäre u.U. ein Beitrag zur insbesondere vom Rettungsdienst und der Feuerwehr gewünschten “Deeskalation” geworden.

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  2. Erfahrungen in der präklinischen Notfallmedizin zeigen, das man im Rahmen des § 1 der Strassenverkehrsordnung immer einen gegenseitigen Respekt haben sollte. Das ein Einsatzfahrzeug durchaus einmal “parkende” Fahrzeuge blockiert und somit am Wegfahren hindert, kann vorkommen. Wie es sich aus der Berichterstattung interpretieren lässt, war die Patientin schon im Fahrzeug und wurde dort behandelt. Daher ist es eher indiskutabel ob Rettungskräfte bzw. der Notarzt, die Zeit für Diskussionen nutzen sollten, oder ein vor- oder zurücksetzen des RTW in Absprache mit der Autofahrerin ermöglichen, dies hätte auch für weniger Stress bei der Patientin geführt.

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