Notfall vorgetäuscht: SEK stürmt Wohnung


SEK-EinsatzReinbek (ots) – Ein 44-jähriger Mann ließ am Mittwoch (12.10.2016) in Reinbek den Rettungsdienst alarmieren. Als die Einsatzkräfte eintrafen, fanden sie keinen Patienten vor – stattdessen griff der Mann zu einer Pistole.

Der 44-Jährige wandte sich gegen 12:00 Uhr an eine Nachbarin und bat diese, den Rettungsdienst zu verständigen. In seiner Wohnung sei eine Person kollabiert. Kurze Zeit später trafen ein Rettungswagen und ein Notarzt an der gemeldeten Adresse ein. Die Einsatzkräfte wurden von dem Mann in dessen Wohnung gebeten.

Im Wohnzimmer bemerkten die Rettungsfachkräfte eine Pistole, die auf einem Stuhl lag. Als der 44-Jährige nach der Waffe griff, verließen die Einsatzkräfte sofort die Wohnung. Anschließend verständigten sie gegen 12.25 Uhr die Polizei.

Innerhalb kürzester Zeit trafen sechs Streifenwagen an der Einsatzstelle ein. Da nicht bekannt war, ob es sich um eine „scharfe“ Waffe handelte, sperrten und sicherten die Beamten den Wohnblock ab. Ein Spezialeinsatzkommando wurde alarmiert. Die Beamten des SEK betraten gegen 14:45 Uhr die Wohnung. Der Bewohner ließ sich ohne Widerstand in Gewahrsam nehmen.

Im Wohnzimmer fand die Polizei unter einem Tisch eine Schreckschusswaffe. Eine erkrankte oder kollabierte Person wurde in der Wohnung nicht angetroffen. Laut Polizei war der 44-Jährige bislang nicht polizeilich bekannt gewesen.

(13.10.2016; Symbolfoto: Markus Brändli)

One Response to “Notfall vorgetäuscht: SEK stürmt Wohnung”

  1. Karl on Oktober 30th, 2016 17:03

    Moin,
    hervorragende Leistung von der Leitstelle. Einsatztaktik ist aufgegangen! Vorbereitung und Training ist alles…

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