Nord-Ostsee-Kanal: Kollision gerade noch verhindert


Brunsbüttel (DGzRS) – Die Besatzung des Seenotrettungsbootes „Crempe“ konnte am Donnerstag (20.07.2017) im Nord-Ostsee-Kanal in letzter Minute ein Schiffsunglück verhindern. Dabei gehört der Nord-Ostsee-Kanal normalerweise nicht zum Einsatzgebiet der DGzRS.

Die freiwilligen Seenotretter waren morgens von Brunsbüttel aus in den Nord-Ostsee-Kanal eingelaufen, um ihre Heimreise zum Olympiahafen Schilksee bei Kiel anzutreten. Etwa in Höhe von Schafstedt wurden die Seenotretter auf eine manövrierunfähige Segelyacht aufmerksam. An Bord der Yacht befanden sich drei Kinder und vier Erwachsene.

Wie sich herausstellte, hatte die Segelyacht offenbar eine Grundberührung gehabt, wodurch es zu einem Ruderschaden kam. Jetzt trieb das Boot manövrierunfähig im engen Kanal.

Aus der Gegenrichtung nahte zudem ein Containerschiff. „An dieser Stelle hätte die 158 Meter lange und 24 Meter breite ‚Svendborg Strait‘ nicht ausweichen können“, beschreibt Seenotretter Timo Görgens die Situation. Lediglich ein Aufstoppen wäre unter Umständen möglich gewesen – sofern die Besatzung des Containerschiffes die Notsituation der Elf-Meter-Yacht überhaupt wahrgenommen hatte.

Die Besatzung der „Crempe“ stellte umgehend eine Leinenverbindung mit der Yacht her und schleppte den Segler aus der Gefahrenzone. Anschließend brachten sie den Havaristen nach Hochdonn.

Dass die „Crempe“ überhaupt im Nord-Ostsee-Kanal zur Stelle war, entsprang einem Zufall: Die Seenotretter waren mit ihrem Boot in der Bremer DGzRS-Werft gewesen und befanden sich auf der Heimreise an die Kieler Förde.

(21.07.2017; Foto: DGzRS)

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