Mehrere Kinder durch Feuerwerkskörper schwer verletzt


Bremen (rd_de) – Silvesterraketen und Böller üben auf viele Kinder eine große Faszination aus. Während des Jahreswechsels 2017/2018 wurden bundesweit aber wieder mehrere Kinder unter anderem beim Spielen mit solchen Feuerwerkskörpern schwer verletzt. Drei Beispiele.

In Triptis (Thüringen) beispielsweise traf es zwei 14-Jährige. Das Mädchen und der Junge hielten sich nach Polizeiangaben auf einem Gehweg an der Geraer Straße auf, um mit weiteren Personen Böller zu zünden. Ein Unbekannter außerhalb der Personengruppe warf dann zwei Böller in die Menschenmenge. Dies Böller detonierten auf Kopfhöhe der beiden Kinder, welche nebeneinanderstanden. Beide erlitten schwere Verletzungen und mussten vom Rettungsdienst zur weiteren medizinischen Behandlung in ein Krankenhaus nach Jena gebracht werden. Erste Ermittlungen im Umfeld führten bisher zu keinem konkreten Tatverdächtigen.

Schwerste Verletzungen der linken Hand trug ein Zehnjähriger in Hechingen bei Tübingen (Baden-Württemberg) davon, als er am Neujahrstag 2018 einen in der Silvesternacht nicht gezündeten Böller fand. Das Kind hatte den Feuerwerkskörper auf dem Bürgersteig entdeckt. Es zündete die kurze Lunte mit einem Feuerzeug an, worauf der Böller sofort explodierte. Trotz schwerster Verletzungen schaffte es der Junge allein bis nach Hause. Der sofort verständigte Rettungsdienst brachte den Zehnjährigen nach Polizeiangaben in eine Tübinger Klinik, wo er umgehend operiert wurde.

Auch in Weil am Rhein (Baden-Württemberg) traf es zwei Kinder, die mit Feuerwerkskörpern hantierten. Hier ereignete sich der Zwischenfall am Nachmittag des Neujahrstages.

Nach den polizeilichen Erkenntnissen spielten die minderjährigen Jungs im Stadtteil Friedlingen mit Silvesterkrachern, als einer der Kracher in der Hand explodierte. Beide Kinder wurden verletzt. Den einen brachten dessen Eltern ohne Erstversorgung selbst in ein Schweizer Krankenhaus. Den anderen versorgte der Rettungsdienst und transportierte ihn in ein Krankenhaus.

Während der Rettung kollabierte die Mutter des zweiten Jungen, sodass ein weiterer Rettungswagen nachgefordert wurde. Etwa 40 Schaulustige verfolgten das Geschehen aus nächster Nähe und störten zeitweise die Einsatzmaßnahmen, teilte die Polizei mit. Eine Person hätte sogar versucht, unberechtigt in den Rettungswagen zu gelangen, konnte aber offenbar von seinem Vorhaben abgehalten werden.

(03.01.2018; Symbolfoto: meineresterampe/pixabay.com)

Immer dabei: Mit unserem AboPlus können Sie das Rettungs-Magazin klassisch als Heft und jederzeit als digitales ePaper zum Beispiel auf einem Tablet lesen.

Möchten Sie einen Kommentar schreiben?