Krefeld: Mehrere Verletzte durch Kohlenmonoxid


Krefeld (ots) – In Krefeld kam es am Wochenende zu zwei Einsätzen, bei denen mehrere Menschen Kohlenmonoxid-Vergiftungen erlitten. Insgesamt mussten fünf Patienten in eine Klinik nach Düsseldorf transportiert werden. Unter ihnen befanden sich auch zwei Mitarbeiter des Rettungsdienstes.

Bereits am späten Freitagnachmittag (24.03.2017) wurde der Rettungsdienst zu einem Mehrfamilienhaus gerufen. Hier war eine Bewohnerin aufgrund von Unwohlsein im Badezimmer gestürzt. Beim Eintreffen der Einsatzkräfte signalisierte der mitgeführte Kohlenmonoxid-Warner eine erhöhte Konzentration des Gases in der Wohnung.

Die Betroffene sowie ein weiterer Bewohner wurden ins Freie geführt und vom Rettungsdienst untersucht. Durch nachalarmierte Feuerwehrkräfte wurden die Wohnung sowie angrenzende Räume mit einem Messgerät kontrolliert. Die Feuerwehr geht davon aus, dass eine defekte Gastherme im Badezimmer die Ursache für die erhöhte Kohlenmonoxid-Konzentration war. Die Bewohnerin wurde in eine Klinik nach Düsseldorf gebracht.

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Am darauffolgenden Samstag (25.03.2017) wurde der Rettungsdienst gegen 15:30 Uhr zu einer Person alarmiert, die ebenfalls über Unwohlsein klagte. Es handelte sich um eine Jugendliche, die auch im Badezimmer kollabiert war. Auch hier signalisierte der mitgeführte Kohlenmonoxid-Warner eine stark erhöhte Kohlenmonoxid-Konzentration in der Wohnung.

Alle Anwesenden begaben sich direkt ins Freie und wurden vom Rettungsdienst untersucht. Anschließend brachte man auch sie nach Düsseldorf in eine Klinik. Die beiden ersteintreffenden Rettungskräfte wurden vorsorglich ebenfalls in die Spezialklinik transportiert. Sie konnten das Krankenhaus aber bereits nach kurzer Zeit wieder verlassen.

Messungen der Feuerwehr ergaben auch hier eine erhöhte Konzentration von Kohlenmonoxid im Badezimmer der Wohnung. In den weiteren Wohnungen des Mehrfamilienhauses waren die Messungen negativ. Die genaue Ursache für die erhöhte Kohlenmonoxid-Konzentration in der Wohnung konnte noch nicht abschließend geklärt werden.

(27.03.2017; Symbolfoto: Dräger)

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