Kohlenmonoxid: Nachbarin rettet fünfköpfige Familie


Winterberg (ots) – Einer aufmerksamen Nachbarin dürfte eine fünfköpfige Familie in Winterberg es zu verdanken haben, dass sie eine Kohlenmonoxid-Vergiftung relativ glimpflich überstand.

Die Frau meldete sich am Donnerstag (26.11.2015) um 07:30 Uhr bei der Polizei des Hochsauerlandkreises und berichtete von Hilferufen eines Mannes aus der Nachbarschaft. Sofort wurden der Rettungsdienst und die Feuerwehr informiert.

Als die Rettungskräfte und die Polizei eintrafen, wurden fünf Personen – drei Erwachsene und zwei Kinder – im bzw. vor dem Haus angetroffen. Die Anruferin hatte einer Frau und zwei Kindern bereits geholfen, das Gebäude zu verlassen. Ein Mann war zu diesem Zeitpunkt nicht ansprechbar, erlangte wenig später aber das Bewusstsein wieder.

Alle Betroffenen, die sich noch nicht vor dem Haus befanden, wurden von der Feuerwehr sofort aus dem Gebäude gebracht und vom Rettungsdienst sowie einem Notarzt versorgt. Anschließend brachte der Rettungsdienst die Patienten in Krankenhäuser. Bei der 30-jährigen Mutter der Kinder bestand anfangs der Verdacht auf Lebensgefahr. Auch die aufmerksame Nachbarin musste in ein Krankenhaus gebracht werden. Sie hatte bei ihrer Rettungsaktion ebenfalls Kohlenmonoxid eingeatmet und zeigte Vergiftungserscheinungen.

Nach Polizeiangaben ging die erhöhte Konzentration von Kohlenmonoxid in dem Haus vermutlich von der Heizungsanlage aus. Sie soll erst kürzlich installiert worden sein.

(27.11.2015)

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