Kind beim Schwimmunterricht mit Natronlauge übergossen


Nümbrecht (rd_de) – Eine 9-Jährige hat sich am Donnerstag (22.03.2018) bei einem Unfall in einem Nümbrechter Schwimmbad (Oberbergischer Kreis, NW) schwere Verätzungen zugezogen.

Wie der „Bayerische Rundfunk“ berichtete, habe sich während des Unterrichts Natronlauge in einem Becher am Beckenrand befunden. Ein Kind habe die Flüssigkeit für Wasser gehalten und der 9-Jährigen im Spiel über den Kopf gegossen. Geistesgegenwärtig habe die Lehrerin das Mädchen daraufhin abgeduscht und einen Notruf abgesetzt.

Als die alarmierten Einsatzkräfte von Rettungsdienst und Feuerwehr kurz darauf eintrafen, klagten weitere Schüler über Hautreizungen. Unter dem Einsatz-Stichwort „Massenanfall von Verletzten“ (MANV) wurden deshalb weitere Kräfte nachgefordert.

Während die 9-Jährige mit Verätzungen am Kopf und Oberkörper in ein Krankenhaus gebracht wurde, versorgte der Rettungsdienst die übrigen Kinder.

Warum die Lauge in dem Schwimmbad stand, ist nun Gegenstand von polizeilichen Ermittlungen. Geprüft wird, ob der Verdacht auf eine fahrlässige Körperverletzung vorliegt.

(23.03.2018; Symbolfoto: M. Brändli)

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