Katastrophenalarm nach Wohnungsbrand


Marktheidenfeld (pol) – Ein Wohnungsbrand am späten Mittwochnachmittag (14.09.2016) eskalierte in Marktheidenfeld derartig, dass das Landratsamt Katastrophenalarm auslöste.

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Die Einsatzkräfte wurden gegen 16:45 Uhr über das Feuer informiert. Wie die Polizei mitteilte, war das Feuer offenbar in einer zu Wohnzwecken umgebauten Garage ausgebrochen. Diese gehörte zu einer Wohnanlage, auf die die Flammen schnell übergriffen.

Schnell waren die Feuerwehren aus Marktheidenfeld, Hafenlohr, Erlenbach, Altfeld, Esselbach, Lengfut, Berg-Rothenfels, Oberndorf, Karbach und Zimmern vor Ort. Zwei Feuerwehrleute erlitten im Rahmen der Löscharbeiten leichte Verletzungen und mussten vom Rettungsdienst ambulant behandelt werden.

Die Bewohner des Hauses hatten sich unverletzt ins Freie retten können. Bedingt durch die starke Rauchentwicklung bildete sich am Brandort jedoch eine erhöhte Kohlenmonoxid-Konzentration. Noch während der Löscharbeiten meldeten sich Anwohner und Einsatzkräfte mit gesundheitlichen Problemen. Der Rettungsdienst stellte bei mehreren Betroffenen erhöhte Kohlenmonoxid-Werte im Blut fest.

Da mit einer großen Zahl Betroffener gerechnet wurde, löste das Landratsamt gegen 22:15 Uhr Katastrophenalarm aus. Daraufhin wurde der unmittelbare Gefahrenbereich abgesperrt. Vier, direkt an den Brandort angrenzende Mehrfamilienhäuser, wurden durch ein Großaufgebot der Feuerwehr, des Rettungsdienstes und der Polizei evakuiert. Für die 18 Anwohner standen Übernachtungsmöglichkeiten in der Spessarthalle zur Verfügung. Der Rettungsdienst übernahm die Betreuung der Menschen.

Anwohner im näheren Umfeld des Brandortes wurden über die Gefahrenlage informiert und aufgefordert, bei gesundheitlichen Problemen den Rettungsdienst zu verständigen. Bei mehreren Einsatzkräften der Feuerwehr und zwei Anwohnern konnten erhöhte Kohlenmonoxid Werte im Blut festgestellt werden. Die Patienten wurden zur weiteren medizinischen Behandlung in Krankenhäuser eingeliefert.

Der Rettungsdienst war laut Polizei mit 177 Einsatzkräften, die Feuerwehr mit 193 Kräften vor Ort.

(15.09.2016; Symbolfoto: Markus Brändli)

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