Großeinsatz in Hamburg: 17 Verletzte durch Gefahrstoffleck


Hamburg (rd_de) – Eine gesundheitsschädliche Substanz ist am Dienstag (10.10.2017) in einer Hamburger Spedition ausgetreten. Ein Großaufgebot von Einsatzkräften versorgte 17 Verletzte.

Mitarbeiter der Spedition nahmen gegen 11 Uhr einen starken Geruch wahr. Sie entdeckten ein Leck an einem Fass, das mit einer giftigen Substanz gefüllt war. Daraufhin setzten die Mitarbeiter einen Notruf ab.

Die Leitstelle alarmierte zwei RTW und die Feuerwehr mit einer Löschgruppe, Führungs- und Umweltdienst sowie Spezialkräfte der Technik- und Umweltschutzwache. Am Einsatzort angekommen, stellte der Einsatzleiter fest, dass bereits eine gewisse Menge des Stoffs ausgelaufen war. Außerdem meldeten sich zunehmend Betroffene mit Atemwegsreizungen, Augenbrennen und Übelkeit.

Der Einsatzleiter erhöhte daraufhin das Einsatzstichwort auf „Gefahrstoffeinsatz mit einem Massenanfall von mindestens 10 Verletzten“. Er forderte damit einen Leitenden Notarzt, einen Organisatorischen Leiter Rettungsdienst, einen Großraumrettungswagen, ein NEF, weitere RTW und Einsatzkräfte der Feuerwehr nach.

Während der Leitende Notarzt die Betroffenen sichtete, dekontaminierte die Feuerwehr zwei der Personen. Der Rettungsdienst versorgte 17 Patienten und brachte sie anschließend mit RTW und dem Großraumrettungswagen in Krankenhäuser.

Unterdessen sicherte die Feuerwehr das Fass und dekontaminierte die Einsatzstelle. Etwa 60 Kräfte waren im Einsatz.

 (11.10.2017; Symbolfoto: M. Brändli )

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