Kinder erleiden Medikamentenvergiftung auf Segelyacht


Borkum (rd_de) – Zu einem ungewöhnlichen Einsatz mussten die Seenotretter der Deutschen Gesellschaft zur Rettung Schiffbrüchiger (DGzRS) am Samstag (04.06.2016) auslaufen.

Eine Familie war auf einem Segelturn von Borkum nach Norderney unterwegs. Anscheinend haben die Eltern ihren drei Kindern (zwei mal 8 und 10 Jahre alt) eine zu hohe Dosis eines Medikaments gegen Seekrankheit verabreicht.

Der Seenotrettungskreuzer HANNES GLOGNER der DGzRS war für drei Kinder im Einsatz, die an einer Medikamentenvergiftung litten. Foto: DGzRS

Der Seenotrettungskreuzer HANNES GLOGNER der DGzRS war für drei Kinder im Einsatz, die an einer Medikamentenvergiftung litten. Foto: DGzRS

Dadurch stellten sich bei allen drei Kindern Zeichen einer Vergiftung ein. Die Kinder waren benommen, beziehungsweise fielen in einen Tiefschlaf. Den Eltern gelang es, die Kinder phasenweise wachzuhalten.

Die Seenotleitung der DGzRS in Bremen verständigte die „Hannes Glogner“ auf Borkum. Der Seenotkreuzer nahm umgehend eine freiwillige Notärztin an Bord und lief in Richtung der Segelyacht aus. Die Familie steuerte mit ihrem Boot der „Hannes Glogner“ entgegen.

Mit dem Tochterboot des Seenotkreuzers setzte die Notärztin auf die Yacht über. Zwar waren die Kinder in der Zwischenzeit wieder ansprechbar. Dennoch entschied sich die Ärztin, alle Kinder an Bord der „Hannes Glogner“ zu nehmen und schnellstmöglich an Land zu bringen.

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Noch auf See hielt die Notärztin Rücksprache mit der Kinderklinik in Emden. Die jungen Patienten sollten im Borkumer Krankenhaus weiterbehandelt werden. Im Borkumer Hafen konnten die Kinder und die Mutter an den Landrettungsdienst übergeben werden. Der Vater war auf der Segelyacht geblieben und hätte versichert, dass er für den Rückweg keine Hilfe benötigte.

(06.06.2016)

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