Erlangen: MANV in Asyl-Unterkunft


Erlangen (rd.de) – Die akute Erkrankung mehrerer Bewohner einer Erlanger Asyl-Unterkunft führte am Samstagnachmittag (05.12.2015) zu einem MANV-Einsatz.  

MANV in Asylbewerber-Unterkunft. Symbolfoto: Brändli

MANV in Asylbewerber-Unterkunft. Symbolfoto: Brändli

Der Rettungsdienst wurde wegen einer erkrankten Familie in die Unterkunft alarmiert. Die Rettungsfachkräfte forderten aufgrund des schlechten Zustands der Patienten den diensthabenden Notarzt nach. Während der Versorgung der Familie meldeten sich zehn weitere Personen mit hohem Fieber und Erbrechen.

Nach der Lagemeldung an die Leitstelle löste diese das Einsatzstichwort MANV 1 (Massenanfall von Verletzten und Erkrankten 10 – 25) aus. Neben dem Leitenden Notarzt, dem Organisatorischen Einsatzleiter und der Unterstützungsgruppe Einsatzleitung wurden auch die verfügbaren Einsatzfahrzeuge des Rettungsdienstes von BRK und ASB alarmiert. Weitere acht ehrenamtliche Schnell-Einsatz-Gruppen unterstützten bei der Versorgung und dem Transport der Patienten.

Im Eingang der Unterkunft richtete die Einsatzleitung eine Sichtungsstelle ein. Hier konnten erkrankte Bewohner untersucht und versorgt werden. Während des Kontakts mit den Patienten trugen alle Helfer Infektionsschutzkleidung. Die Leitstelle Nürnberg organisierte den Transport der Patienten in Krankenhäuser nach Erlangen, Fürth und Nürnberg. Insgesamt mussten 19 Patienten stationär versorgt werden.

Wie sich herausstellte, war die Ursache für die Beschwerden keine Noro-Virusinfektion, sondern ein für die Jahreszeit typischer hochfieberhafter viraler Infekt.

Das BRK und der ASB waren mit 63 Kräften, fünf Rettungswagen, sieben Krankentransportwagen, einem Notarzteinsatzfahrzeug und elf weiteren Fahrzeugen in Einsatz.

(08.12.2015)

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