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Bergwacht-Einsätze in der Wutachschlucht

(Bild: Bergwacht Schwarzwald)Kirchzarten (BWS) – Mehrere Einsätze parallel musste die Bergwacht Schwarzwald vergangenen Sonntag (19.07.2020) in der Wutanschlucht bewältigen.

Um 12:24 Uhr wurde die Ortsgruppe Wutach zum Engetal, einem Seitental der Wutachschlucht bei Bachheim/Löffingen gerufen. Ein über 70-jähriger Mann, der mit einer geführten Gruppe unterwegs war, konnte aufgrund von Kreislaufproblemen die anspruchsvolle Strecke nicht mehr weitergehen. An dieser Stelle ist die Schlucht für Rettungen schwierig, mit einer Gebirgstrage ist sie kaum zugänglich. Der Wanderpfad ist auch bei gutem Wetter wie im Moment rutschig, zur Linken fällt das Gelände zum Bachbett ab. Weitere Bergretter der Ortsgruppe Hochschwarzwald mussten zu diesem Einsatz gerufen werden.

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Von zwei Seiten stiegen die Bergretter ab der Burgmühle in die Schlucht ein, um den Patienten, dessen Standort zu Beginn noch unklar war, nach kurzer Zeit zu erreichen. Seine Rettung erfolgte durch den Wald, aufwändig unter Verwendung von Gebirgstrage, Oppererplatte, Seilmaterial und Flaschenzug, bis zum Fahrzeug des straßengebundenen Rettungsdienstes.

Zwei gleichzeitig dazu gemeldete Einsätze erschwerten die Lage: Direkt am Fahrzeug der Ortsgruppe Hochschwarzwald wurde ein weiterer Patient versorgt. Er hatte sich bei einem Sturz an Extremitäten und im Gesicht verletzt. Mit dem Bergrettungsfahrzeug wurde er bis zur Straße gebracht und dort ebenfalls an die Besatzung eines Rettungswagens übergeben.

Auch die Ortgruppe Wutach erhielt noch während der Rettung aus der Engeschlucht einen weiteren Alarm. Bei der Schurhammerhütte war ein Wanderer ausgerutscht und hatte sich, die Hände im Rucksack verhakt, nicht mehr schnell genug abstützen konnte. Beim Sturz auf eine Felsplatte verletzte er sich an der Nase und am Kopf. Auch dieser Wanderer wurde von den Bergrettern notfallmedizinisch versorgt und abtransportiert.

Die Bergwacht Schwarzwald berichtet immer wieder von Natursuchenden, die schlecht ausgerüstet sind, ihre Fitness überschätzen und unvorbereitet oder zu ungünstigen Zeiten unterwegs sind.

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