Mauer eingestürzt: 4 Arbeiter verletzt


Delmenhorst (ots) – Zu einem schweren Arbeitsunfall mit vier Verletzten kam es am Mittwochnachmittag (16.12.2015) auf einer Baustelle in Delmenhorst.

Gegen 14:50 Uhr liefen bei der Feuerwehr und Polizei die ersten Meldungen auf, dass es auf der Baustelle eines neuen Verbrauchermarktes zu einem schweren Unfall gekommen sei. Eine Außenmauer war eingestürzt; Trümmerteile fielen dabei auf die Straße und verletzten vier Personen.

Zunächst war unklar, ob sich unter den Trümmern noch weitere Personen befanden. Die Einsatzleitung setzte deshalb Spürhunde der Polizei und der Rettungshundestaffel Wesermarsch ein. Doch auch deren Suche brachte nach Polizeiangaben keine endgültige Sicherheit. Erst im Laufe der Nacht zu Donnerstag (17.12.2015), nachdem alle Trümmerteile von der Unglücksstelle geräumt werden konnten, stand fest, dass es keine weiteren Opfer gab.

Bei Eintreffen der ersten Einsatzkräfte von Feuerwehr und Rettungsdienst bot sich ein Bild der Zerstörung. Neben der Mauer war auch ein Baugerüst eingestürzt, auf dem sich zum Zeitpunkt des Unglücks fünf Bauarbeiter befanden. Die Männer stürzten aus einer Höhe von rund fünf Metern in die Tiefe. Drei von ihnen wurden als schwer, einer als leicht verletzt eingestuft. Der fünfte Arbeiter überstand den Einsturz unverletzt. Passanten oder Insassen vorbeifahrender Fahrzeuge kamen nicht zu Schaden.

Sowohl mehrere Passanten als auch Mitarbeiter umliegender Geschäfte waren laut Polizei sofort zur Stelle, um den Verletzten Erste Hilfe zu leisten und die Rettungskräfte zu informieren. Die Ersthelfer hätten sich vorbildlich um die verletzten Personen gekümmert, heißt es im Polizeibericht.

Feuerwehr, Rettungsdienst und Polizei waren mit einem Großaufgebot vor Ort. Neben der Berufsfeuerwehr Delmenhorst und den freiwilligen Feuerwehren Delmenhorst-Stadt sowie Delmenhorst-Süd kümmerten sich die Besatzungen von sechs Rettungswagen und einem Rettungshubschrauber um die Verletzten. Drei Notärzte und ein Organisatorischer Leiter Rettungsdienst (OrgL) wurden zur Einsatzstelle geschickt. Ein weiterer Rettungshubschrauber musste witterungsbedingt den Anflug abbrechen. Das Technische Hilfswerk unterstützte die Rettungs- und Aufräumarbeiten.

Die Ermittlungen zur Einsturzursache dauern an.

(17.12.2015)

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