A7: Rettungskräfte zu Fuß unterwegs


Rettungsgasse_ADAC_580Kassel (ots) – Weil Autofahrer auf der Autobahn 7 bei Kassel am Freitag (24.02.2017) keine Rettungsgasse bildeten, mussten die Rettungskräfte zwei Kilometer zu Fuß zur Einsatzstelle laufen.

Gegen 19:40 Uhr hatte sich zwischen dem Kreuz Kassel-Mitte und der Anschlussstelle Kassel-Ost ein Verkehrsunfall ereignet. Beim Auffahren auf die BAB 7 am Kreuz Kassel-Mitte streifte ein Pkw einen Sattelzug. Der Pkw wurde durch den Zusammenstoß auf den linken Fahrstreifen geschleudert.

Als die Polizei und zwei Rettungswagen auf die Autobahn auffahren wollten, hatte sich bereits ein etwa sechs Kilometer langer Stau gebildet. Die Einsatzkräfte konnten bis zwei Kilometer vor die Unfallstelle fahren, dann verhinderten Verkehrsteilnehmer mit ihren Fahrzeugen die Weiterfahrt. Sie hatten keine Rettungsgasse gebildet.

Den Rettungskräften blieb nichts anderes übrig, als ihre Fahrzeuge zu verlassen und sich mit ihrer Notfallausrüstung zu Fuß zur zwei Kilometer entfernten Unfallstelle zu begeben. Vor Ort verschafften sich die Helfer einen Überblick und sperrten die Autobahn in Richtung Norden. So konnten weitere Einsatzfahrzeuge entgegen der vorgeschriebenen Fahrtrichtung auffahren und zur Unfallstelle gelangen.

Wie die Polizei weiter mitteilte, wurde eine Person vom Rettungsdienst ins Krankenhaus gebracht.

(27.02.2017; Symbolfoto und Grafik: ADAC)

Grafik_Rettungsgasse_580

2 Responses to “A7: Rettungskräfte zu Fuß unterwegs”

  1. Hanseretter on Februar 27th, 2017 13:09

    Und gibt es Konsequenzen für die Autofahrer?

  2. Lars Schmitz-Eggen on Februar 27th, 2017 14:32

    Nach Auskunft der Polizei scheint es keine Konsequenzen für die Verkehrsteilnehmer zu geben. Die Beamten vor Ort seien mit anderen Aufgaben ausgelastet gewesen, sodass es keine Ermittlungen gegeben hätte und keine Daten aufgenommen wurden, teilte die Polizei auf Nachfrage mit.

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