26 Verletzte: Schiffskollision auf dem Main-Donau-Kanal


Landshut (rd.de) – Das Fahrgastschiff (FGS) „Renate“ und das Gütermotorschiff (GMS) „Coburg“ befuhren am Sonntag (28.06.2015) hintereinander den Main-Donau-Kanal donauaufwärts. In ein einer Schleuse fuhr das GMS zu früh los und havarierte mit dem vorausliegenden FGS. Durch den Aufprall wurden 26 Personen zum Teil schwer verletzt.

Symbolbild Blaulicht. Foto: Michael Rüffer

Symbolbild Blaulicht. Foto: Michael Rüffer

Wie die Polizei mitteilt, ist noch nicht geklärt, warum die „Coburg“ nach dem Öffnen der Schleusentore noch vor der voraus befindlichen „Renate“ anfuhr und somit auf das stillliegende Schiff auffuhr. Der Aufprall deformierte die Heckplattform des Fahrgastschiffes. Ebenso führte der Aufprall zum Sturz vieler Passagiere auf allen drei Schiffsdecks.

26 von den 275 Passagieren meldeten sich verletzt und mussten durch den Rettungsdienst versorgt werden. 9 Personen kamen zur ambulanten Behandlung ins Kelheimer Krankenhaus. Bei einem der verletzten Passagiere stellten die Ärzte einen Milzriss fest, der sofort operiert werden musste. Lebensgefahr bestand nicht. Die Besatzung des unfallverursachenden Frachtschiffes blieb nach Polizeiangaben unverletzt.

Das mit 950 Tonnen Düngemittel beladene Frachtschiff ist bei der Havarie nicht beschädigt worden. Taucher der örtlichen Feuerwehr untersuchten die „Renate“ und konnten eine Beschädigung der Steuerungsanalage nicht ausschließen, so dass momentan für das FGS ein Weiterfahrverbot besteht. Busse brachten die unverletzten Passagiere an ihre Zielorte.

(30.06.2015)

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