200 Gaffer behindern Rettungskräfte in Bremen


Bremen (ots) – Nach einem Verkehrsunfall in der Bremer Neustadt kam es am Samstag (08.07.2018) gegen 18 Uhr zu Behinderungen der Rettungskräfte durch Gaffer. Die Polizei konnte die etwa 200 Personen große Menschenansammlung nur schwer kontrollieren.

Nach Meldung der Polizei streifte am Abend ein 43-jähriger LKW-Fahrer mit seinem Fahrzeug einen in einer Parkbucht abgestellten Transporter. Dieser wurde so stark beschädigt, dass sein Aufbau mit seiner Ladung auf den Fußweg rutschte. Herumfliegende Teile verletzten zwei Frauen im Alter von 31 und 39 Jahren sowie einen 34-jährigen Mann. Der Rettungsdienst versorgte die Fußgängerinnen vor Ort und brachte sie anschließend mit Rettungswagen in ein nahegelegenes Krankenhaus.

Der 34-jährige Mann ging nach dem Unfall auf den Unfallfahrer los und schlug auf ihn ein. Anschließend zeigte der Schläger Aggressionen gegenüber den Einsatzkräften. Er verletzte dabei eine 27-jährige Polizistin so stark, dass sie ihren Dienst nicht weiter fortsetzen konnte. Schließlich nahm die Polizei den Mann fest. Der Rettungsdienst brachte den verletzten 43-jährigen LKW-Fahrer anschließend in ein Krankenhaus.

Während des Einsatzes von Rettungsdienst und Polizei hatte sich eine Menge von etwa 200 Gaffern am Unfallort versammelt. Einige von ihnen wollten immer wieder mit der Polizei diskutieren, folgten deren Anweisungen nur langsam und behinderten die Rettungskräfte. Ein 44-jähriger Mann musste, nachdem er einem Platzverweis nicht nachkommen wollte, von der Polizei in Gewahrsam genommen werden.

(09.07.2018; Symbolfoto: M. Brändli)

AboPlusImmer dabei: Mit unserem AboPlus können Sie das Rettungs-Magazin klassisch als Heft und jederzeit als digitales ePaper zum Beispiel auf einem Tablet lesen.

One Response to “200 Gaffer behindern Rettungskräfte in Bremen”

  1. Horst Harnau on Juli 11th, 2018 10:14

    Ja, Gaffer, Behinderer und “Angreifer” sind seit langem ein Problem für die Einsatzkräfte, was von der Politik erst seit kurzem wahrgenommen wird…
    Frage: Ist es nicht möglich, dass die – meist ohnehin vor Ort befindliche – Feuerwehr mit einem Sprühstrahl diese Typen in die Flucht schlagen kann?
    VG., Horst Harnau, Fachberater PSNV

Möchten Sie einen Kommentar schreiben?