12-Stunden-Nachteinsatz: Bergwacht rettet verstiegenen Amerikaner


Garmisch-Partenkirchen (rd_de) – Nach einem 12 Stunden andauernden Einsatz hat die Bergwacht in der Nacht auf Samstag (18.11.2017) einen verstiegenen Wanderer vom Kramerspitz bei Garmisch-Partenkirchen gerettet.

Am Freitag gegen 21:30 Uhr setzte ein amerikanischer Wandertourist einen Notruf ab. Der Mann hatte sich im steilen Gelände verstiegen und konnte weder vor noch zurück. Außerdem gab er an, erschöpft und unterkühlt zu sein. Infolgedessen wurden ein Polizeihubschrauber mit Wärmebildkamera sowie ein Technikfahrzeug mit Ortungsgeräten und mehrere Einsatzkräfte der Bergwacht alarmiert.

Gegen 23:30 Uhr lokalisierte die Besatzung des Hubschraubers den Amerikaner. Über drei verschiedene Steige machten sich die Einsatzmannschaften daraufhin auf den Weg, zum Patienten vorzudringen. Durch schlechte Witterungsbedingungen musste die Hubschrauberbesatzung den Einsatz abbrechen. Auch die Einsatzkräfte der Bergwacht konnten sich nicht näher als Rufweite nähern. Nach mehreren Versuchen den Verstiegenen zu erreichen, entschied der Einsatzleiter gegen 4:30 Uhr, auf Tageslicht zu warten.

Er alarmierte eine neue Mannschaft, die den Touristen schließlich gegen 9 Uhr erreichte. Mittlerweile hatte sich die Bewölkung etwas gelockert, so dass der Rettungshubschrauber „Christoph Murnau“ starten und den Einsatzort anfliegen konnte. Die Besatzung des Rettungshubschraubers winchte den Unterkühlten auf und brachte ihn in ein Krankenhaus.

(20.11.2017; Foto: Bergwacht Garmisch-Partenkirchen)

Immer dabei: Mit unserem AboPlus können Sie das Rettungs-Magazin klassisch als Heft und jederzeit als digitales ePaper zum Beispiel auf einem Tablet lesen.

Möchten Sie einen Kommentar schreiben?