Zum Hauptinhalt springen

Paderborn: Eine Leitstelle mit zwei Standorten

21. Oktober 2026

Foto: Kreis Paderborn

Paderborn (PB) - Der Kreistag des Kreises Paderborn hat einstimmig den Weg frei gemacht für eine engere Kooperation der Leitstellen der Kreise Paderborn und Gütersloh. Die beiden Kreise wollen eine öffentlich-rechtliche Vereinbarung zur "Vorbereitung eines technischen Leitstellenverbundes für die Bereiche Rettungsdienst, Feuerwehr und Katastrophenschutz" vereinbaren.

Die Zusammenarbeit der beiden ostwestfälischen Kreise soll weit über die technische Komponente hinausgehen. Künftig soll es möglich sein, neben der gegenseitigen Rückfallebene nicht nur für den anderen Kreis einspringen zu können, sondern sich auch technisch, personell und organisatorisch zu unterstützen. Angefangen von gemeinsamer Beschaffung, Aus- und Fortbildung, gegenseitige Unterstützung im Alltag und auch in Krisenlagen.

Damit gehe man deutlich über eine klassische Zusammenarbeit hinaus, heißt es in der Vorlage. Beispiele hierfür sind die zukünftige gemeinsame Betrachtung von Personalstrukturen und die Nutzung gemeinsamer Vergabeverfahren. So sei es denkbar, dass in den Nachtstunden der Personaleinsatz reduziert werden kann, wenn man die Dienstpläne abstimmt und für den jeweils anderen Kreis Einsätze disponiert.

Der Verbund verfolgt das Ziel, durch gemeinsame Vorgehensweisen wirtschaftliche Vorteile zu realisieren und gleichzeitig durch die Bündelung von Kompetenzen zur stetigen Qualitätssteigerung beizutragen.

Beide Kreise planen derzeit den Neubau ihrer Leitstellen; im Kreis Gütersloh war im vergangenen Jahr Spatenstich für das Feuerwehr- und Rettungsdienstzentrum in Verl-Sürenheide, in das auch die Leitstelle mit einziehen wird.