München (stmgp) – In Bayern gibt es seit Anfang Juni 2026 für Neugeborene einen telemedizinischen Notarztdienst.
Der Aufbau des Tele-Neugeborenen-Notarztdienstes (TeleNNAD) hatte im Oktober vergangenen Jahres begonnen und konnte nun plangemäß umgesetzt werden. Er ist Teil der „virtuellen Kinderklinik“ Bayerns, die 2024 eingerichtet wurde, um mithilfe eines Belegungsmanagements freie Kapazitäten in der Pädiatrie besser zu erfassen. Mit Start am 1. Oktober 2025 erfolgte die Erweiterung der „virtuellen Kinderklinik“ um den Fachbereich der Neonatologie.
Mit dem Tele-Neugeborenen-Notarztdienst wurde nun an der Kinderklinik in Passau ein zentrales Koordinierungszentrum für telemedizinische Angebote für Neugeborene eingerichtet. Ziel ist es, in geburtshilflichen Notfällen unverzüglich erfahrene Neonatologinnen und Neonatologen zuzuschalten, um schwerwiegende Komplikationen, Todesfälle und bleibende Schäden bei Neugeborenen möglichst zu vermeiden. Bayernweit nehmen neun regionale Versorgungszentren als hochspezialisierte Zentren für Neugeborenenmedizin sowie über 21 Geburtskliniken an dem Netzwerk teil.
„Mit dem neuen Angebot können wir die Notfallversorgung von Neugeborenen in ganz Bayern spürbar verbessern“, ist Bayerns Gesundheitsministerin Judith Gerlach überzeugt. „Denn jetzt können spezialisierte Intensivmediziner mit ihrem Team Geburtskliniken in kritischen Situationen rund um die Uhr unmittelbar unterstützen.“