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Kindernotarzt-Team Leverkusen: Erste Bilanz bestätigt Bedarf

18. August 2026

Foto: Klinikum Leverkusen

Leverkusen (LEV) – Gut drei Monate nach dem Start des Kindernotarzt-Teams blickt das Klinikum Leverkusen auf die erste Phase des neuen Angebots zurück: In 100 Tagen wurde das Team zu 45 Einsätzen hinzugezogen, bei denen spezialisierte notfallmedizinische Expertise für Kinder benötigt wurde.

Dass das Team im Durchschnitt nahezu jeden zweiten Tag ausrückte, belegt nach Ansicht des Krankenhauses den hohen Bedarf.

Neben drei Einsätzen zur intensivmedizinisch begleiteten Verlegung zwischen Kliniken fuhr das Kindernotarzt-Team 42-mal zu einem Notfallort. Dort unterstützte es den regulären Rettungsdienst mit pädiatrischem Fachwissen.

„Wir stehen den Einsatzteams vor Ort zur Seite“, sagt Dr. Dejan Vlajnic, Direktor der Klinik für Kinder und Jugendliche, „mit Erfahrung in der Kindermedizin sowie praktischem Know-how und der technischen Ausstattung für entsprechende Notfallsituationen.“

14 Einsätze außerhalb Leverkusens

Gebildet wird das Kindernotarzt-Team von einer Oberärztin oder einem Oberarzt für Kinder- und Jugendmedizin mit Zusatzweiterbildung Notfallmedizin sowie einer speziell qualifizierten Pflegefachkraft. Zehn Mitarbeitende des Klinikums gehören aktuell zum Personalpool für das Team, das im Bedarfsfall über die Leitstelle der Feuerwehr Leverkusen alarmiert wird.

Dass dieses Angebot auch außerhalb Leverkusens stark nachgefragt wird, zeigt die geografische Verteilung der Einsätze: Dreimal wurde das Team in den Rheinisch-Bergischen Kreis gerufen, viermal in den Kreis Mettmann. Siebenmal wurde es im Kölner Stadtgebiet hinzugezogen.

„Wir gehen davon aus, dass die Einsatzzahlen weiter steigen werden, sobald sich das Angebot noch stärker etabliert hat“, sagt Dr. Christoph Adler, Direktor der Klinik für Akut- und Notfallmedizin.

Ausbau des Angebots hängt von Spenden ab

Der schon jetzt hohe Bedarf zeigt sich nicht nur an der Zahl der Ausrückungen, sondern auch an den Alarmierungsanfragen, die außerhalb der derzeitigen Einsatzzeiten eingingen: 26 weitere Einsätze hätte das Kindernotarzt-Team absolvieren können, das derzeit montags bis freitags von 7.30 Uhr bis 15.30 Uhr bereitsteht.

Ziel sei es, das Angebot schrittweise auszubauen und künftig noch mehr Kinder mit spezialisierter Notfallmedizin zu erreichen, betonen Dr. Dejan Vlajnic und Dr. Christoph Adler. Um dieses Ziel zu erreichen, benötigt das Klinikum allerdings zusätzliche finanzielle Unterstützung. Das Kindernotarzt-Team ist keine von den Krankenkassen refinanzierte Maßnahme. So wird das Einsatzfahrzeug von der Björn Steiger Stiftung zur Verfügung gestellt. Sie übernimmt während der zunächst zweijährigen Projektdauer auch dessen Betriebskosten. Die Personalkosten trägt das Klinikum Leverkusen selbst.


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