Versorgung des Traumapatienten in Theorie und Praxis


Der Monat November startete mit der letzten Woche unseres sechsten Schulblocks. Das Thema lautete: ,,Der Traumapatient erweitert.“ In dieser Woche gingen wir erst nochmals den Bewegungsapparat durch. Also welche Knochen, welche Muskelarten gibt es? Wie sind diese aufgebaut? Welche verschiedenen Krankheitsbilder bzw. Frakturen gibt es?

Stefanie Hahl und Sebastian Hanisch absolvieren beim DRK-Rettungsdienst Mittelhessen ihre Ausbildung zum Notfallsanitäter. Seit August 2014 berichten sie auf www.rettungsdienst.de einmal im Monat über ihre Erfahrungen und Erlebnisse als angehende Notfallsanitäter.

Des Weiteren gingen wir die verschiedenen Kollisionsarten durch und welche Folgen sie auf den Körper haben. Natürlich durften die „Deadly Dozen“ beim Thema Trauma nicht fehlen.

Neben der grundlegenden Theorie übten wir nochmals den Umgang mit dem Spineboard, der dazugehörigen Spinne, der Schaufeltrage und der Vakuummatratze. Das KED-System und die Rettungsboa ließen wir vorerst aus.

Warum eigentlich „Traumapatient erweitert“?

Wir hatten im Rahmen der Schulblöcke zuvor schon mal das Thema Traumapatient behandelt. Jedoch kam in diesem Block das Abarbeiten von Fallbeispielen anhand von Algorithmen hinzu. Was da natürlich auch dazu gehört, ist der i.v.-Zugang mit seinem Algorithmus und der damit beinhalteten Aufklärung – und dies dann noch bezogen auf die Medikamente, welche je nach Fallbeispiel verabreicht werden wollen.

War schon spannend und unglaublich interessant, was man im Kopf so runter rattert während eines ,,Einsatzes“. Da wir das alle noch üben, dauert das Ganze bei uns noch relativ lang. Aber deswegen machen wir ja auch die Ausbildung, um das dann später, also in knapp zwei Jahren, zu können 😉

Der andere Kurs, welcher um einen Monat verschoben die Ausbildung absolviert, hatte das Thema „Geburt“. Hierbei organisierte die externe Dozentin, welche selber Hebamme ist, Schwangere und junge Mütter, die ihre Kleinen zum Unterricht mitbrachten.

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Angehende Notfallsanitäter befassten sich mit dem Thema „Geburt“. Foto: privat

Den Rest des Monats verbrachten wir auf der Rettungswache, wo wir unseren zweiten Block auf Position 2, das heißt Assistenz des Teamleiters, antraten.

Ich durfte zudem eine Fortbildung zur patientenschonenden Rettung bei Verkehrsunfällen mit der Biedenköpfer Feuerwehr besuchen. Hier übten wir die Zusammenarbeit zwischen Rettungsdienst und Feuerwehr an Fallbeispielen. Dabei kamen unter anderem eine improvisierte Rettungsboa und das KED-System sowie Spineboard zum Einsatz. Improvisierte Rettungsboa deswegen, weil wir selber keine auf dem RTW haben.

War auf jeden Fall sehr lehrreich und hat richtig viel Spaß gemacht. Ansonsten dürfen wir in diesem Block teilweise eigene Notfälle abarbeiten – natürlich immer unter Beobachtung des Teamleiters – und i.v.-Zugänge legen.

Wirklich „spannende“ Einsätze hatte ich bisher noch nicht. Viel ACS und ein etwas leichteres Trauma, bei dem ich das Trauma-ABCDE anwenden konnte. Na ja, mal schauen, was noch so auf uns zukommt.

Bis dahin, schöne Adventszeit und frohe Weihnachten.

Eure Steffi

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