Organe live und in Farbe zu sehen, ist schon cool!


20140811-IMG_2342Es ist mal wieder ein Monat vergangen, und ich bin mit dem Schreiben des Blogs dran.

Stefanie Hahl und Sebastian Hanisch absolvieren beim DRK-Rettungsdienst Mittelhessen ihre Ausbildung zum Notfallsanitäter. Seit August 2014 berichten sie auf www.rettungsdienst.de einmal im Monat über ihre Erfahrungen und Erlebnisse als angehende Notfallsanitäter.

Inzwischen waren wir in der Klinik, um genauer zu sein: im OP. Es ist schon was anderes als im Wachenpraktikum. Wir können bei Operationen zuschauen und je nachdem auch mal einen i.v.-Zugang legen, eine Larynxmaske einlegen oder uns am Intubieren probieren. Keine Angst, der Arzt steht die ganze Zeit dabei und gibt uns Anweisungen. Nach Aufforderung des Arztes geben wir davor mehrere Medikamente. Meistens erst Fentanyl, ein Opiat zur Schmerzbetäubung. Propofol lässt den Patienten dann einschlafen, sowie ein Muskelrelaxanz, also ein Medikament, das die Muskeln des Patienten erschlaffen lässt, um intubieren zu können.

Es gibt verschiedene Intubationen, die klassische, die nasale und noch weitere Verfahren, genauso wie bei der Narkose (u.a. Vollnarkose, Lokalanästhesie, Spinalanästhesie). Je nach Eingriff und Patient müssen die Medikamente stark oder weniger stark dosiert verabreicht werden. Ein nervöser, großer und adipöser Patient benötigt mehr Medikamente, als ein kleiner, zierlicher Patient.

Bei Adipösen ist die Intubation oft etwas kniffliger, dort wird dann je nach Bedarf mit einem Videolaryngoscop intubiert. In der HNO-Abteilung wird dies zu 95 % immer getan.

In der ersten Woche war ich in der Urologie und fand es nicht so spannend, weil man nicht viel sieht und es meistens auch immer dasselbe ist, wie u.a. Steine aus der Niere, Blase etc. herausholen oder Tumore zu entfernen. Im Aufwachraum und in der Neurologie war ich auch.

In den nächsten Wochen war ich im HNO OP und in der Unfallchirurgie, meistens die rettungsdienstnähere OP-Abteilung.

Mein Allgemeines OP-Fazit: Organe live und in Farbe zu sehen, ist schon cool, wie der Körper wieder repariert wird, schon interessant. Ein aufgeschnittener Bauch, Beine oder Rücken ist für mich nicht gewöhnungsbedürftig, merkwürdigerweise eine aufgeklappte Nase dafür sehr.

Wir waren wieder in der Schule und hatten MPG-Einweisung, eine Einheit zu Sinnesorganen und einen Tag Outdoor-Training. MPG ist das Medizin-Produkte-Gesetz, das regelt, wann man welche Geräte einsetzen darf, was sie machen und was man bei Problemen und Mängeln unternimmt.

Unsere Sinnesorgane wurden auch beim Outdoor-Training (s. Foto links) auf die Probe gestellt.

Wir sind mit unserem Dozent in den Wald gefahren und haben dort verschiedene Szenarien nachgestellt, wie im richtigen Einsatzleben mussten die Patienten (Azubikollegen) versorgt, gerettet und transportiert werden.

Zum Ende gab es noch eine sportliche Trainingseinheit- Wir waren zwei Gruppen und mussten einen Parcours auf Zeit ablaufen. Wer gewann, bekam nichts 🙂

Ansonsten lest doch von der Woche Steffis Tagebucheintrag.

Bis dahin, euer Basti

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