Hamburg: „Wildwuchs“ im Rettungsdienst soll beendet werden


Hamburg (rd.de) – Im Zuge der Novellierung des Hamburger Rettungsdienstgesetzes fordern der Verband der Ersatzkassen (Vdek) sowie die Krankenkassen des Bundeslandes eine umfassende Neustrukturierung des Rettungsdienstes.

Wie die „Ärzte Zeitung“  am 13. April 2016 berichtet, soll nach den Vorstellungen des Vdek und der Krankenkassen der „Wildwuchs“ in der Hansestadt beendet werden. Gemeint ist, dass künftig eine Integrierte Leitstelle für alle Rettungseinsätze zuständig sein soll.

Fortbildung für RD und Ehremant bei FW Kirchheim

Der Rettungsdienst in Hamburg soll nach dem Willen der Krankenkasse einige Änderungen erfahren. Foto: M. Brändli

Nach Recherchen von rettungsdienst.de scheinen in Hamburg nicht alle Notfallmeldungen, die bei Hilfsorganisationen oder privaten Anbietern eingehen, an die Leitstelle der Feuerwehr weitergeleitet zu werden. Somit ist nicht sichergestellt, dass stets das nächstgelegene Fahrzeug alarmiert wird. Mit der zwingenden Abwicklung aller Notfallmeldungen über eine Leitstelle, könne nach Ansicht der Kassen dieses Problem vermieden werden.

Darüber hinaus solle eingehend geprüft werden, wann welche Rettungsmittel in der Stadt tatsächlich gebraucht würden. Rettungsmittel, die im Zuge der Analyse nicht im Plan auftauchten, dürften künftig auch nicht in der Notfallrettung als Kostenfaktor zu Buche schlagen, fordern Vdek und die Kassen.

Weiter drängt der Verband nach Informationen der Zeitung, dass Personal und Ausstattungsfragen im Gesetz geregelt werden. Ebenso sei es wünschenswert, wenn mit dem Gesetz auch Regeln zur Fortbildung und zum Qualitätsmanagement festgeschrieben werden könnten.

Der Vdek und die Krankenkassen begründen ihren Vorstoß mit den gestiegenen Kosten im Rettungsdienst.

(15.04.2016)

2 Responses to “Hamburg: „Wildwuchs“ im Rettungsdienst soll beendet werden”

  1. Hanseretter on April 15th, 2016 14:39

    Auch wenn der Feuerwehreinsatzzentrale alle Notfälle gemeldet werden, ist das nicht gewährleistet, dass das nächstgelegene Fahrzeug alarmiert wird. Die Feuerwehr setzt in erster Linie ihre Fahrzeuge ein und wenn die Ressourcen knapp sind, wird mal bei den anderen geguckt.
    Es ist also definitiv ein Gewinn, wenn es nur noch eine gemeinsame Zentrale für Rettungsdienst und Krankenbeförderung geben würde und nur noch das räumlich nächste geeignete Beförderungsmittel eingesetzt werden darf!

  2. Andreas Schulz on April 18th, 2016 09:17

    Ja, leider wird sich dadurch nichts verbessern, die feuerwehr fähr an egal wie lange sie braucht, hauptsache der Einsatz bleibt bei Ihnen. Ich habe diverse male auf die BF gewartet obwohl ein RTW einer anderen Organisation vor Ort war, der aber keine freigabe der BF erhalten hat.
    So ist es wenn die eigene Behörde kontrolliert……. der Hamburger Sumpf..

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