TV-Tipp (Bayern): Jede Sekunde zählt – Mit Lebensrettern unterwegs


‚Es ist immer noch mein Traumberuf‘, sagt Franz Bauer, und das nach einem Tag, der es wirklich in sich hatte. So mussten drei Einsätze fast gleichzeitig bewältigt werden: ein Sturz vom Dach, ein Krampf-Anfall, ein LKW-Unfall mit eingeklemmtem Fahrer. Aber Rettungsassistent Bauer würde beruflich nichts anderes machen wollen.

Die BR-Reporter begleiteten während mehrerer Tage und Nächte die Teams einer Rettungsstation des Bayerischen Roten Kreuzes in Simbach am Inn. Notärzte, Assistenten, Sanitäter und Auszubildende retten hier wie überall in Bayern Leben – ein physisch und psychisch sehr belastender Top-Job.
Ohne starke Nerven geht das nicht. Allein die Fahrt zum Unfallort ist nicht ohne Gefahren – einen Kollegen hat Franz Bauer auf diese Weise schon verloren. Bei der Versorgung des Opfers muss unter absolutem Zeitdruck jeder Handgriff sitzen. Fehler können tödlich sein.
Und trotz aller Belastung wollen die Rettungsteams lieber einmal zu viel als einmal zu wenig gerufen werden: ‚Die Scheu, zum Hörer zu greifen und den Notruf zu wählen, ist völlig unangebracht‘, warnt Notarzt Gerhard Leitermann. ‚Im Gegenteil, es ist ein großes Problem, dass wir zu oft zu spät gerufen werden.‘

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