Trauma Care 2009 in Ulm / Neu-Ulm


2 Tagungen – ein Kongress:
22. Jahrestagung der ITACCS (International Trauma Anaesthesia and Critical Care Society)
27. Jahrestagung der agbn (Arbeitsgemeinschaft der in Bayern tätigen Notärzte)

Alle vier Sekunden passiert in Deutschland ein Unfall
8,22 Mio Unfälle (ohne Bagatellunfälle jährlich)
Statistik der Bundesanstalt für Arbeitsschutz und Arbeitsmedizin | April 2007

Die Zahlen der Verkehrstoten haben in Deutschland in den vergangenen Jahren kontinuierlich abgenommen. Neben der beständig optimierten Fahrzeugsicherheit ist die Qualität der Schwerverletztenversorgung eine tragende Säule dieser besseren Überlebenschancen. Allerdings steigt im Gegenzug seit Jahren die Zahl der Freizeitunfälle. Als Folge des geänderten Freizeitverhaltens und der Neigung zu immer spektakuläreren Risikosportarten ist in diesem Bereich eine Zunahme auch der tödlichen Unfälle zu verzeichnen. Weltweit ist Trauma – also die schwere Verletzung – immer noch die führende Todesursache der unter 40-jährigen.
Dies stellt alle an der Versorgung Schwerstverletzter Patienten beteiligten Mediziner vor eine beständige Herausforderung.

Unter dem gemeinsamen Motto „the way back to life“, treffen auf Einladung der o.g. Fachgesellschaften vom 02. – 04. Oktober 2009 Ärzte aus Deutschland und der ganzen Welt im Kongresszentrum des Edwin-Scharff-Hauses in Neu-Ulm. Der fachliche Fokus liegt in der Versorgungskette des Schwerverletzten vom „Strassengraben“ bis hin zur Rehabilitation.
Durch den Mitveranstalter Traumateam e.V., der sich hauptsächlich aus den Reihen der Sektion Notfallmedizin der Abteilung für Anästhesiologie und Intensivmedizin des Bundeswehrkrankenhauses Ulm rekrutiert, wird ein weiterer Schwerpunkt in der militärmedizinischen Notfall- und Traumaversorgung liegen.

In diversen Workshops, Hands–On-Trainings und Vortragssitzungen werden nationale und internationale Referenten die unterschiedlichen Themen beleuchten und diskutieren.
Eine große Industrieausstellung informiert über neueste Techniken und Innovationen vor allem aus dem Bereich der Notfallmedizin.

Darüber hinaus organisiert Traumateam e.V. mit seinen Partnern ein buntes und illustratives Programm rund um den Schwerpunkt „Trauma“:

So steht der Freitag unter der Überschrift „Military Trauma“ – in bisher nur für militärisches Fachpersonal zugänglichen Übungen und Demonstrationen werden erstmals auch zivilem Fachpublikum einen anschaulichen Eindruck über militärmedizinische Versorgungsstrategien und Konzepte erhalten. Des weiteren werden ein Einsatzlazarett sowie Luftfahrzeuge und Rettungsmittel der Bundeswehr zur Besichtigung bereitstehen. Übungen zur Verwundetenversorgung unter taktischen Bedingungen sowie ein Triageszenario mit einem Massenanfall von Verletzten runden diesen Workshop ab.

Der Samstag steht dann unter dem Motto „Zivile Traumaversorgung“ – auch hier will das Organisationsteam das nationale und internationale Publikum durch einen, bisher so noch nie durchgeführten „Stadtrundgang“ fesseln und mitnehmen. Unter dem Titel „Trauma and the City“ gewinnen die Teilnehmer im Rahmen einer geführten Sightseeingtour durch das mittelalterliche Ulm durchaus spannende und überraschende Einblicke in die Versorgungsstrategien in der deutschen Traumaversorgung zu Land, zu Wasser und in der Luft.

Nicht unerwähnt bleiben sollte die „Pre-Congress-Tour“ zum Oktoberfest am 01. Oktober. Bereits einen Tag vor der offiziellen Kongresseröffnung durch die Schirmherrin, Frau Bundesministerin Prof. Dr. Schavan, startet ein Workshop mit dem Titel „Oktoberfest – Backstage“. Dem interessierten Fachpublikum werden tiefe Einblicke in die medizinische Versorgungsstruktur des größten Volksfestes der Welt geboten. Unter fachkundiger Führung des BRK München und der Berufsfeuerwehr München, wird ein außergewöhnlicher Wiesentag garantiert.

So breit wie der Themenkomplex, so breit gestaltet sich auch die angesprochene Zielgruppe. Klinikpersonal aus den Bereichen Notfallaufnahme, Intensivstationen, Schockraum, Rettungsdienstpersonal und Mitarbeiter von Zivilschutzorganisationen, Ärzte aus nahezu allen mit der Traumaversorgung involvierten Fachrichtungen und Notärzte sind eingeladen ihre Ideen und Erfahrungen mit Kollegen von allen Kontinenten auszutauschen. Anmeldungen liegen vor aus Indien und Japan, Israel und arabischen Ländern, Afrika, Südamerika, Australien, USA und natürlich ganz Europa.
Mehr Informationen zum Programm, den Referenten, zur Kongress- und Workshopbuchung finden Sie unter www.traumacare2009.com und www.agbn.de

Flankierende Veranstaltungen:
Parallel findet im „Forum der Ulmer Sparkasse“ eine Ausstellung zum Thema Rettungsdienst und Ehrenamt statt, in der neben weitern Exponaten auch ein Hubschrauber der ADAC Luftrettung zu bestaunen ist.

Am Sonntag, den 04.10.2009 sind alle Bürger und Helfer von Organisationen und Vereinen ab 19:00 eingeladen an der Schlussveranstaltung des Kongresses TraumaCare 2009 unter dem Motto „Ehrenamt ist Ehrensache“ im Ulmer Roxy teilzunehmen. 2 Live-Bands (Level1 und  Jonny Guitar Watching) bilden den musikalischen Rahmen. Der Eintritt ist frei.

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