„Management des medizinischen Notfalls“ Anwender- und Instruktorenkurs


Termin: 8. bis 10. Dezember 2009

Inhalte:
Der Kurs hat einen medizinischen und einen pädagogischen Teil.

Anwenderkurs (med. Teil):
In dem zweitägigen Kurs werden basierend auf Leitsymptomen die wesentlichen medizinischen Notfälle theoretisch und praktisch nach klaren Strukturen vermittelt. Es geht darum, Patienten mit einem medizinischen Problem schnell und zielgerichtet zu untersuchen und sie in ihrem Gefährdungspotential einzustufen. Dabei werden neben dem bekannten Vorgehen nach ABCDE insbesondere auch Anamneseschemata und Untersuchungsmethoden vermittelt und geübt.

Diese Herangehensweise ist in Deutschland sicherlich sehr neu und noch kaum verbreitet.
In der präklinischen Traumaversorgung sind bereits diverse Systeme etabliert, die bekanntesten sind die Konzepte nach PHTLS® und ITLS®.

Die weitaus größere Anzahl von Notfallpatienten weisen jedoch Leitsymptome auf, die eine differenzierte Diagnostik und Anamnese verlangen, um das Problem eingrenzen zu können und eine Arbeitsdiagnose für die richtige Behandlung definieren zu können. Dafür hat sich international ein Versorgungskonzept etablieren können – das Advanced Medical Life Support, kurz AMLS®.
 
In Anlehnung an dieses Konzept werden die Teilnehmer in dem Kurs „Management des medizinischen Notfalls“ mit einen System vertraut gemacht, dass neben dem, aus der Traumarettung bekannten, ABCDE-Schema zur Evaluierung und Sofortintervention bei vitalen Gefährdungen eine strukturierte Anamnese, Diagnostik und Befunderhebung erhält. Hinzu kommt eine differenzierte Schmerzdiagnostik.

Das Konzept dient dazu, innerhalb kürzester Zeit die vielen Möglichkeiten der Krankheitsursachen auf wenige Differentialdiagnosen bzw. eine Arbeitsdiagnose einzugrenzen. Die endgültige Diagnose kann oft erst klinisch ermittelt werden. Ein entscheidender Vorteil dieses Konzepts besteht darin, dass die vitale Situation immer wieder evaluiert wird und somit auf Änderungen adäquat reagiert werden kann.
Ein zweiter Schwerpunkt stellt die Erarbeitung von Leitsymptomen in mehreren Workshops dar, in denen die Differentialdiagnostik und Behandlungsstrategien nach internationalen Leitlinien und nationalen Empfehlungen der Fachgesellschaften vorgestellt werden.
Das Kurskonzept ist unabhängig von Qualifikation und Rettungsdienststrukturen anwendbar und richtet sich interdisziplinär an die in der Notfallmedizin tätigen Berufsgruppen.

Instruktorenkurs (päd. Teil):
In dem eintägigen Kurs werden aufbauend auf den Inhalten des vorangegangen Anwenderkurses „Management des medizinischen Notfalls“ die Prinzipien und die Lehrmethoden theoretisch und praktisch vermittelt.
– Lernen und Lehren in der Erwachsenenbildung
– Präsentation von theoretischen Lehrinhalten
– Beurteilen und Bewerten
– Aufbau und Durchführung von Fallsimulationen
– Konzeption von Szenarien

Der Kurs schließt mit der Präsentation von Szenarien ab.
 
Die Struktur beider Kursabschnitte sehen einen ständigen Wechsel von Workshops zur Vermittlung von theoretischem Wissen und Fallsimulationen zum intensiven Training des eingangs vorgestellten Konzepts vor. Damit werden theoretisch erarbeitetes Wissen und die praktische Anwendung eng miteinander verknüpft.
 
Zertifikat:
Der Kurs schließt mit einer schriftlichen und praktischen Prüfung ab.

Kosten: 410,00 €
Preisänderungen sind vorbehalten!
Die Seminargebühren können steuerlich geltend gemacht werden.

Ort: Die Veranstaltung findet in der Tagungsstätte Wolfshausen, Im Wolfsbach 28,35096 Weimar-Wolfshausen statt.

Info:

DRK Bildungszentrum Marburg  
Im Rudert 11  
35043 Marburg  
 
Telefon: 06421/9502-20, Fax: 06421/9502-25, E-Mail: info@bz-marburg.de, www.bz-marburg.de

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