Notfallsanitäter

Off Label Use: Medikation in der Grauzone

Februar 14, 2017

Off-Label-Use_580Bremen (rd_de) – Wörtlich übersetzt bedeutet „Off Label Use“: der Gebrauch außerhalb des Etiketts bzw. der Kennzeichnung. Gemeint ist damit der Einsatz von bereits zugelassenen Arzneimitteln in einem nicht von der Zulassung umfassten Bereich. Mediziner und Juristen sprechen in diesem Zusammenhang vereinfacht auch von einem zulassungsüberschreitenden Einsatz eines Arzneimittels. mehr lesen…

Dortmund: Feuerwehr begrüßt angestellte Rettungskräfte

Februar 6, 2017

Dortmund (ots) – Erstmalig sind zum 1. Februar 2017 tarifbeschäftigte Mitarbeiter bei der Feuerwehr im Rettungsdienst eingestellt worden. Bisher wurde diese Aufgabe bei der Berufsfeuerwehr Dortmund ausschließlich von Beamten wahrgenommen. mehr lesen…

Rettungsdienst: Patient und Gepäck korrekt sichern

Februar 2, 2017

Transportsicherung-im-RTW_580Bremen (rd_de) – Ein Problem, das jeder im Rettungsdienst kennt: Wie sichere ich den Patienten korrekt? Und wohin mit dessen Gepäck? Hier die Antworten. mehr lesen…

Man baut sich seinen eigenen Schutzschild

Januar 31, 2017

Es gab in den letzten drei Wochen viele Einsätze, wie sie unterschiedlicher nicht sein konnten. Darunter gab es spektakuläre Notfälle, die mir doch im Gedächtnis geblieben sind und von denen ich jetzt gebündelt berichten möchte. Von einer Gruppe Jugendlicher, die Medikamente zusammen ausprobierten und danach alle auf die Intensivstation kamen bis zum alkoholisierten Patienten, der nur in sein Bett wollte, war alles dabei.

20140811-IMG_2342Stefanie Hahl und Sebastian Hanisch absolvieren beim DRK-Rettungsdienst Mittelhessen ihre Ausbildung zum Notfallsanitäter. Seit August 2014 berichten sie auf www.rettungsdienst.de einmal im Monat über ihre Erfahrungen und Erlebnisse als angehende Notfallsanitäter.

Die Jugendlichen nahmen Medikamente ein und bekamen es dann mit der Angst zu tun. Beteiligt an diesem Einsatz waren zirca 20 Einsatzkräfte des Rettungsdienstes (mehrere RTW, mehrere NEF, OLRD, LNA).

Der alkoholisierte Mann lag wenige Stufen von seiner eigenen  Eingangstür entfernt und schlief. Nachbarn machten sich Sorgen und alarmierten den Rettungsdienst. Als wir vor Ort waren, wollte sich der Mann nicht behandeln lassen und einfach in sein Bett. Also griffen wir ihn links und rechts unter die Arme und begleiteten ihn in seine Wohnung. Seine Freundin blieb bei ihm und passte die Nacht auf ihn auf.

Auch Kindernotfälle waren dabei: Vom Säugling, der eine Woche alt gewesen ist und blau anlief, bis zum Dreijährigen, der sich den Kopf an einer Tischkannte stieß.

Anders war ein Einsatz mit der Feuerwehr: Hier brannte ein Wohnhaus, und es war unklar, ob noch Personen im Haus waren. Wir stellten uns an der Einsatzstelle bereit und warteten auf Informationen und Anweisungen vom Einsatzleiter der Feuerwehr. Bei diesem Einsatz befanden sich zwei Hunde im Gebäude, die schnell und unbeschadet gerettet werden konnten. Personen waren keine mehr im Haus. Den winterlichen Temperaturen war es zu verdanken, dass das Löschwasser das recht schnell gefror. Hier musste die Feuerwehr dann schnell Salz streuen, um die Einsatzstelle halbwegs rutschfrei und somit sicher zumachen.

Wo ich beim Thema Glätte bin…

Auch der Rettungsdienst bleibt vor glatten Straßen nicht verschont und irgendwann ist auch der RTW am Ende der Möglichkeiten angelangt. Mein Kollege fuhr einen steilen Berg hinauf und plötzlich war es so arg glatt, dass eine Weiterfahrt nicht mehr möglich war. Die restliche Strecke zum Patienten wurde dann zu Fuß „gerutscht“. Da unser RTW sich verkeilt hatte, mussten wir einen weiteren RTW anfordern, der dann den Patiententransport übernahm.

Außerdem waren da noch mehrere Patienten, die eigentlich in einer Klinik hätten behandelt werden müssen, die aber mit bestem Wissen und Gewissen sowie vollem Bewusstsein einen Transport ins Krankenhaus vehement ablehnten.

Damit muss man lernen, umzugehen und sich nicht so viele Gedanken zu machen. Unser Glück beim Rettungsdienst ist es, dass wir die Patienten in den meisten Fällen nicht kennen und den familiären Hintergrund nicht wissen. Dies erleichtert die Verarbeitung solcher Einsätze – eigentlich aller Einsätze ungemein.

Man stumpft ab

Nach fast drei Jahren Rettungsdienst merke ich auch eine persönliche Veränderung. Man geht mit den Einsätzen ganz anders um. Man baut sich seinen eigenen Schutzschild. Man stumpft ab, um die Sachen auf der Arbeit zu lassen und dementsprechend nicht mit nach Hause zu nehmen.

Etwas anderes zu mir: In den letzten Tagen fanden Mitarbeitergespräche statt, bei denen wir Arbeitsangebote erhalten haben. Also wenn ich die Prüfung schaffe, werde fest im Unternehmen als „Notfallsanitäter“ angestellt.

Euer Basti

BOS-Funk: Die Tücken hinter „Status 4“

Januar 17, 2017

Status-4_580Bremen (rd_de) – Wer an seinem Funkgerät die Taste für „Status 4“ drückt, signalisiert der Leitstelle, dass die Einsatzstelle erreicht worden ist. Welche Konsequenzen es haben kann, diese Taste zu früh zu drücken, ist vielen Rettungsdienst-Mitarbeitern aber nicht klar. mehr lesen…

Mesenterialinfarkt: Lebensgefahr bei Darminfarkt

Januar 10, 2017

Mesenterialinfarkt_580Bremen (rd_de) – Bei den Mesenterialgefäßen handelt es sich um die Gefäße, die unter anderem den Darm mit Blut versorgen. Sie werden daher auch als Eingeweidearterien bezeichnet. Kommt es hier zu Durchblutungsstörungen oder einen Gefäßverschluss, ist schnelles Handeln wichtig. mehr lesen…

Skills-Training für Notfallsanitäter

Januar 9, 2017

Skills-Training für Notfallsanitaeter_580Bremen (rd.de) – Notfallsanitäter sollten eine Reihe von Fertigkeiten (Skills) beherrschen, um ihren Job sicher ausüben zu können. Sie müssen zum Beispiel genauso Perfusoren bedienen wie die gängigen Beatmungsformen kennen. Ein intraossärer Zugang sollte für sie keine unüberwindbare Hürde darstellen. Und die Notarzt-Assistenz beim Legen einer Thoraxdrainage oder der Laryngoskopie werden ebenfalls gefordert. In unserem eDossier „Skills-Training für Notfallsanitäter“ stellen erfahrene Praktiker die wichtigsten Techniken vor. mehr lesen…

Arterieller Gefäßverschluss: Bein tief lagern

Januar 3, 2017

Gefaessverschluss-Bein_580Bremen (rd_de) – Der akute arterielle Gefäßverschluss ist als schwerwiegende Erkrankung einzustufen, die schnellstmöglich einer klinischen Behandlung bedarf. Statistisch stirbt jährlich einer von 10.000 Patienten mit dieser Erkrankung. Das Wichtigste zu Ursachen, Symptome und Maßnahmen. mehr lesen…

Es macht jede Menge Spaß!

Januar 2, 2017

20140811-IMG_2328Im Dezember musste ich aufgrund personeller Ausfälle sehr viele Wochenstunden absolvieren. Unter 60 Stunden bin ich eigentlich nie rausgekommen. Auch Basti erging es nicht viel anders.

Stefanie Hahl und Sebastian Hanisch absolvieren beim DRK-Rettungsdienst Mittelhessen ihre Ausbildung zum Notfallsanitäter. Seit August 2014 berichten sie auf www.rettungsdienst.de einmal im Monat über ihre Erfahrungen und Erlebnisse als angehende Notfallsanitäter.

Mittlerweile stehen wir nur noch im Dienstplan auf Position 2. Im Einsatzdienst arbeiten wir nun die Einsätze aller Art komplett selbstständig ab, treffen eigene Entscheidungen, leiten die Einsätze, treffen unsere Maßnahmen, delegieren Maßnahmen und machen Übergaben an die Ärzte in der Klinik. Natürlich haben wir immer noch unsere eigentliche Position 1 als Rückfallebene dabei. Das heißt, falls wir mal doch nicht weiterwissen, können wir uns Denkanstöße oder Vorschläge und Meinungen einholen bzw. wir haben jemanden dabei, der eingreifen kann, falls gar nichts mehr geht.

Es macht super viel Spaß!

Wenn man sich selbst als Auszubildender aus der Metaebene – wie unsere PSNV-Dozenten (PSNV = psychosoziale Notfallversorgung) jetzt sagen würden – betrachtet und das an dem Beispiel eines ACS-Einsatzes (ACS = Akutes Koronarsyndrom) festmacht, dass man im ersten Jahr totaaaal nervös war, als man das Stichwort nur gehört hat, und man im dritten Jahr, also jetzt, das einfach selber abarbeitet, das ist schon ein super Gefühl.

Da denkt man sich: Oh wow. Ich hab‘ echt einiges gelernt in der Zeit.

Gelernt nicht nur im Sinne des theoretischen Inputs oder der Handfertigkeiten, sondern auch, wie man durch den Beruf geprägt wird, wie mein sein Auftreten verändert, wie man auf Menschen zugeht, wie man mit ihnen spricht. Es ist schon beeindruckend, was man für einen Wandel in den drei Jahren durchmacht, die ja durchaus keinen langen Zeitabschnitt darstellen.

Ansonsten gibt es aus dem Einsatzdienst nicht viel Neues zu erzählen. Das übliche eben.
Aber das Wichtigste ist: Es macht jede Menge Spaß, in diesem Beruf zu arbeiten!

Eure Steffi

Infusionstherapie bei brandverletzten Kindern

Dezember 30, 2016

Brandverletzte-Kinder_580Bremen (rd_de) – Einen besonderen Fall im Zusammenhang mit Hypovolämie stellen Verbrennungen bei Kindern dar. Präklinisch besteht leicht die Gefahr einer Überinfusion. mehr lesen…

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