Brankenburg

Rettung oft zu langsam

März 9, 2009

Potsdam (rd.de) – Wie die Berliner Morgenpost berichtet, ist der Rettungsdienst in acht von 14 Brandenburger Landkreisen nach Angaben von Gesundheitsministerin Dagmar Ziegler (SPD) langsamer als vorgesehen.

Demnach wurde in vier Kreisen die gesetzlich vorgesehene 95-Prozent-Schwelle, bei dem der Rettungsdienst binnen 15 Minuten am Notfallort ist knapp verfehlt, drei Kreise erreichten einen Wert von etwa 90 Prozent und ein Kreis liege gar unter 85 Prozent. Als Grund hierfür wurden die allgemeinen Schwierigkeiten der zeitnahen Versorgung in Flächen-Bundesländern angeführt, dennoch sollten die betroffenen Kreise ihre Planungen überprüfen.

Nach Ansicht von Priv.-Doz. Dr. med. Detlef Blumenberg, Verbandsvorsitzender der Bundesvereinigung der Arbeitsgemeinschaften der Notärzte Deutschlands (BAND), dürfte sich der Trend nicht eingehaltener Eintreffzeiten weiter verstärken. Durch Personalengpässe und die Ausdünnung der Krankenhauslandschaft werde sich die Eintreffzeit eines Notarztes drastisch verlängern, erklärte Blumenberg am Freitag der Nachrichtenagentur ddp. Ein Grund hierfür sei die Ausdünnung der Krankenhauslandschaft. Die damit verbundenen längeren Transportwege blockieren die Notärzte für die Übernahme neuer Einsätze.