böswillige Alarmierung

Großalarm durch falsche Notrufe

Februar 9, 2009

Witten (ots) – „Brennendes Haus an der Breite Straße in Witten!“ Nach diesem Funkspruch eilen Feuerwehr und Polizei am 7. Februar, gegen 11.00 Uhr, zum Brandort – mit großem Kräfteansatz sowie mit Blaulicht und Martinshorn. Noch während der Anfahrt wird obige Aussage nach erneutem Notruf dramatisch ergänzt: „Die Flammen schlagen bereits aus dem Dach!“

Als die Rettungskräfte an besagter Adresse eintreffen, stellen sie aber weder ein Feuer, noch eine Rauchentwicklung fest. Dafür hören die Polizisten aus dem geöffneten Fenster einer gegenübergelegenen Dachgeschosswohnung lautes Gelächter. Als die Beamten vor der Tür dieser besagten Wohnung stehen, wollen sie ihren Ohren irgendwie nicht trauen: Welchen Satz hören sie? „Ruf noch mal an, da ist eine große Schlägerei mit Messer!“

Doch zu diesem dritten Anruf kommt es nicht mehr, denn die Polizisten klingen an der Tür. Dort treffen sie auf vier junge Wittener sowie einen Lüdenscheider, die zwischen 17 und 23 Jahre alt sind. Ein 18-Jähriger hat sein Handy noch in der Hand. Mit diesem Gerät, das die Beamten sicherstellen, wurden die Notrufe abgesetzt. Die Polizisten nehmen den Wittener, der sich nicht ausweisen kann, mit zur Wache. Dort schreiben sie eine Anzeige wegen des Missbrauchs von Notrufen und der Beeinträchtigung von Unfallverhütungs- und Nothilfemitteln.