Alpine Sicherheit

Zwei Bergwanderer tödlich verunglückt

August 26, 2014

Oberstdorf (rd.de) – Im Laufe des Montags (25.08.2014) ereigneten sich bei Oberstdorf in den Allgäuer Alpen zwei tödliche Wanderunfälle. Ein 53-jähriger Mann und eine 72-jährige Frau kamen ums Leben. Die Unfälle passierten im Zeitraum von einigen Stunden ohne direkten Zusammenhang.

Zunächst ereignete sich am Morgen ein Unglück im Bereich des Bockkarkopfes – mit zirka 2.600 Meter Höhe Teil des Hauptkammes der Allgäuer Alpen. Vier Personen waren auf dem unter Wanderern bekannten Heilbronner Weg unterwegs, als ein Mann aus ihren Reihen abstürzte. Der 53-Jährige fiel rund 300 Meter in die Tiefe. Seine Begleiter hatten keine Chance, ihm zu Hilfe zu kommen. Sie setzten ihren Weg fort und wurden von einer Hütte aus mit einem Polizeihubschrauber ins Tal geflogen. Der Kriseninterventionsdienst der Bergwacht betreute sie.

Die Alpine Einsatzgruppe der Polizei flog mit einem Hubschrauber zur Absturzstelle. Doch für den Urlauber kam jede Hilfe zu spät. Die Beamten flogen ihn nach der Bergung ins Tal.

Der zweite Unfall ereignete sich gegen Mittag auf dem Gleitweg oberhalb des Oytals. Von dem hochalpinen Wanderweg stürzte eine 72-Jährige ab. Sie war mit einer Dreier-Gruppen unterwegs. Die Seniorin erlitt bei dem Unfall tödliche Verletzungen. Die beiden Begleiter hatten einen Schock. Sie wurden von der Bergwacht gerettet und ins Tal gebracht. Auch bei diesem Unfall kam die Alpine Einsatzgruppe zum Einsatz. Die Verstorbene wurde mit Unterstützung des Polizeihubschraubers geborgen.

Beide Unfallstellen lagen entlang hochalpiner Wanderwege, deren Nutzung nur „geübten“ Bergwanderern empfohlen wird.

Notruf aus Erlangen, Rettungseinsatz in Südtirol

Juni 26, 2014

Nürnberg (BF) – Bereits am 10. Juni 2014 kam es zu einer außergewöhnlichen Rettungsaktion. Die Integrierte Leitstelle (ILS) der Berufsfeuerwehr Nürnberg leitete die Rettung einer Bergsteiger-Gruppe in den Südtiroler Alpen ein.

Eine Frau aus Erlangen meldete der ILS die Notlage einer Freundin. Sie befand sich mit einer Gruppe Bergsteigern in den Südtiroler Alpen in einem alpinen Schneefeld. Die Gruppe drohte abzustürzen, konnte sich nicht aus eigener Kraft retten. Es gelang den Bergsteigern nicht, über die örtliche Notrufnummer in Italien die Bergrettung zu informieren.

So meldete sich die Frau bei ihrer Freundin in Erlangen und schilderte die Notlage. Diese wählte daraufhin den Notruf 112 und landete in der ILS Nürnberg. Der Disponent in der ILS Nürnberg nahm Kontakt mit der ILS Rosenheim auf, die wiederum über die Leitstelle Tirol in Österreich eine Verbindung zur örtlich zuständigen Leitstelle in Südtirol herstellte. Hier nahm ein Disponent direkt Kontakt mit der Bergsteiger-Gruppe auf, um ihren Standort zu ermitteln.

Bereits nach 90 Minuten wurde die ILS Nürnberg darüber informiert, dass die Bergsteiger mit einem Rettungshubschrauber aus der gefährlichen Lage gerettet worden sind.

Bayerisches Kuratorium für Alpine Sicherheit

März 7, 2012

München (pm) – Bayerns Innenminister Joachim Herrmann hat gestern die Arbeit des Bayerischen Kuratoriums für Alpine Sicherheit zusammen mit dem Kuratoriumsvorsitzenden und Landtagsabgeordneten Roland Richter und einer Vielzahl beteiligter alpiner Institutionen vorgestellt. mehr lesen…