Neue Wundauflage stoppt starke Blutungen


Neubiberg (rd.de/ots) – Die Firma Hematris bringt eine neuartige Wundauflage auf den Markt, mit der sich starke Blutungen eindämmen lassen, ohne das Ersthelfer hierfür einen Druckverband anlegen muss.

Mit der neuen Wundauflage „Hematrix Schwämme“ wird die eigentliche Ursache bekämpft und die Blutung zum Stillstand gebracht. Die 10 mal 10 Zentimeter große Wundauflage wird einfach fünf bis sechs Minuten auf die Wunde gedrückt. Durch das Andrücken kommt das aus der Wunde ausströmende Blut mit der Auflage in Kontakt, wodurch die Blutgerinnung aktiviert wird.

Die neue Wundauflage besteht aus einem sehr flexiblen und nicht resorbierbaren Matrix-Material. Diese schwammartige Matrix ist mit gerinnungsaktiven Komponenten imprägniert.

Nach den fünf bis sechs Minuten Andrückzeit sollte die Auflage nicht entfernt, sondern das Patch mit geeignetem Verbandsmaterial befestigt werden.

Die gerinnungsaktivierende Kompresse ist nicht ganz preiswert: Der Preis wird mit 89 Euro angegeben.

Link zum Hersteller: www.hematris.de

3 Responses to “Neue Wundauflage stoppt starke Blutungen”

  1. RescueM on April 18th, 2012 19:39

    ne, klar. Welcher Ersthelfer(!) legt sich für knapp 90EUR ein “tolles Pflaster” in den Verbandkasten und welcher Rettungsdienst bestückt damit seine RTW?

  2. H1O on April 23rd, 2012 20:41

    Naja… technisch schon eine coole Loesung, und ausserhalb unseres Landes durchaus nicht unueblich – sicherlich in mancher Situation lebensrettend.
    Preislich wird sich das auch noch aendern, auch andere Dinge, die uns heute selbstverstaendlich erscheinen, waren frueher unbezahlbar.

  3. Alex on April 24th, 2012 14:53

    Warum muss man das Rad immer neu erfinden. Es gibt bereits sehr gute Produkte die in echten “Kampfsituationen” sich bereits bewährt haben (z.B. QuickClot, Combat Gauze). Diese bewährten Produkte sind erheblich günstiger.
    Ich schließe mich auch RescueM an. Welcher Rettungsdienst bestückt seinen RTW mit einer Kompresse die 90 EUR kostet? Lieber das Geld in anderes gutes Verbandsmaterial investieren oder Kollegen besser ausbilden. Man sollte nicht vergessen das auch ein Rettungsdienstmitarbeiter, neben den ganzen technischen Spielereien, einen Druckverband beherrschen muss!
    In diesem Sinne: Lernen ist wie rudern. Wer aufhört, treibt zurück.

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