Geoinformatiker lotsen Helfer durch die Trümmerlandschaft
Heidelberg (pm) – Nach dem Erdbeben auf Haiti haben Geoinformatiker der UniversiÂtät Heidelberg einen Notfall- Routenplaner ins Internet gestellt. Hilfskräfte können damit online die schnellste WegstreÂcke unter Berücksichtigung zerstörter Straßen und GeÂbiete ermitteln.
Den Routing-Dienst hat die Arbeitsgruppe von Prof. Dr. Alexander Zipf innerhalb von nur zwei Tagen realisiert. Das LoÂgistic Cluster der Vereinten Nationen (UN) setzt ihn bereits ein.
Der Notfall-Routenplaner basiert auf dem OpenRouteService der HeiÂdelberger Arbeitsgruppe und nutzt die freien Geodaten der Wiki-Weltkarte OpenStreetMap (OSM). Direkt nach dem Erdbeben auf Haiti haben Freiwillige weltweit begonnen, die OSM-DatenbaÂsis durch das Abdigitalisieren von freien Luftbildern zu aktualisieÂren. Auch Studierende des Geographischen Instituts der Universität Heidelberg helfen beim Editieren von Daten mit. Die Arbeitsgruppe von Prof. Zipf hatte die UN-Einsatzkräfte bereits im Jahr 2008 bei der durch Hurrikan Ike verursachten Katastrophe auf Haiti durch einen ähnlichen Dienst unterstützt.
Der Routing-Dienst kann unter http://openls.geog.uni-heidelberg.de/osm-haiti abgerufen werden. Die Daten werden stündlich akÂtualisiert.
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