Flughafen: Defis werden mobil


Kopenhagen: Der AED ist immer an Bord (Foto: Ziegler)Kopenhagen (rd.de) – Unser Leser Norbert Ziegeler aus Norwegen ist weltweit im Rückholdienst tätig. Am Flughafen in Kopenhagen entdeckte er eine interessante Strategie, um Frühdefibrillatoren schneller verfügbar zu machen.

Fast alle größeren Flughäfen in Europa dürften heute ihre Terminals mit automatisierten externen Defibrillatoren (AED) ausgerüstet haben. Auch der Frankfurter Flughafen beispielsweise hat in den letzten Jahren in dieser Hinsicht gewaltig nachgerüstet und verfügt mit 44 Defis über ein stattliches Netz. Geschultes Personal, die Security- und Polzei-Kräfte sowie das Airline-Personal kann bei Herznotfällen sofort intervenieren.

Dass ein solches Defi-Netz am Flughafen sinnvoll sein kann, zeigen Fälle unter anderem aus Skandinavien. Hier entnahmen Flugzeugbesatzungen sogar Defibrillatoren aus startklaren Maschinen am Gate, um im Terminal neben der Herzdruckmassage auch noch den Defi einsetzen zu können.

Mobile Defi-Flotte

Von Außenstehenden mehr oder weniger unbemerkt, hat der Betreiber des dänischen Flughafens Kastrup in Kopenhagen zusätzlich zu dem bereits vorhandenen dichten Netz von Defibrillatoren in den Terminals, alle Behinderten-Caddys, die von der dänischen Rettungsorganisation Falck betrieben werden, zusätzlich mit (Foto: Ziegler)Defibrillatoren und Beatmungsmaske auf der Mittelkonsole ausgerüstet.

Wie auf jedem anderen Flughafen auch, sind diese Elektro-Caddys mit behinderten Fluggästen ständig in Bewegung. Das gut geschulte Personal ist im übrigen auch für den regulären Rettungsdienst auf dem Flughafen verantwortlich. Auf diese Weise verteilen sich First Responder samt Equipment automatisch flächig über das Terminalgelände.

Durch diese zusätzliche rollende AED-Flotte setzt Kopenhagen-Kastrup einen neuen Akzent zur schnellen präklinischen Notfallversorgung. Etwas Vergleichbares hat Luftretter Norbert Ziegeler bisher bei seinen weltweiten Einsätzen auf keinem anderen internationalen Großflughafen angetroffen.

(Text und Foto Norbert Ziegeler, flightnurse, Norwegen)

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