Wie das Foto auf die Gesundheitskarte kommt


Eppstein / Bissendorf (openPR) – Wie sollen eigentlich die Bilder auf die neuen elektronischen Versichertenkarten kommen? Die ValiPic GmbH bietet hierzu eine Lösung an.

Die Einführung der elektronischen Gesundheitskarte (eGK) ab 2009 soll neben einer Verbesserung der medizinischen Versorgung auch vor möglichem Missbrauch schützen. Angesichts der rund 72 Millionen Versicherten, die mit dem neuen Ausweis versorgt werden, steht jedoch im Vorfeld die „Operation Datensicherheit“ auf dem Plan.

Da jede eGK ab dem 16. Lebensjahr mit einem Lichtbild des Inhabers ausgestattet wird, sind zunächst hohe logistische und sicherheitsrelevante Anforderungen an die Erstellung und Verarbeitung der Fotos und administrativen Daten zu erfüllen. Eine neue Lösung namens ValiPro und spezielle Software-Komponenten des IT-Dienstleisters Nicetec verleihen den elektronischen Gesundheitskarten die „passenden Gesichter“. Das könnte notwendig sein, denn auf dem üblichen Weg per Anschreiben durch die Kassen sei dies nicht zu gewährleisten, glaubt man im Bissendorf.

Der Versicherte selbst ist für die Beschaffung des Bildes zuständig, mit dem die Krankenkasse die eGK versieht. An die Fotografie sind strenge und klar definierte Vorgaben geknüpft, so dass man die Fotos nicht selbst machen kann. Rund 250.000 Bilder pro Tag müssten angefertigt werden. Nun rechnet die Firma VilaPic vor, das es gar nicht genug Profi-Fotografen gibt, um das zu bewerkstelligen.

Fotografen bräuchten vier Jahre dafür

Bundesweit gibt es rund 3.500 ausgebildete Fotografen. „Wenn diese pro Tag sechs Stunden damit beschäftigt wären, die Bilder aufzunehmen und zu verarbeiten, beliefe sich der Gesamtaufwand bei einem durchschnittlichen Takt von 10 bis 15 Minuten pro Kunden auf vier Jahre bis zur Fertigstellung“, rechnet Dr. Zilch vor. Erklärtes Ziel des Bundesministeriums für Gesundheit sei es allerdings, die Einführung der eGK innerhalb eines Jahres abzuschließen. Schon deshalb wurde ein neues Konzept notwendig.

Weiterhin müsste sicherghestellt werden, dass das Bild auf der Karte mit dem Karteninhalber wirklich übereinstimmen. Beim ValiPic-System werden die Personenangaben in eine digitale Bildsignatur eingebettet, was Verwechslungen ausschließt.

Und so soll es gehen

Das ValiPic-System besteht zum einen aus mehreren Hardware-Komponenten: Laptop, Monitor, Kamera, Chipkarten-Lesegerät und Unterschriften-Pad. Hinzu kommt eine von Nicetec entwickelte Software-Lösung, die die gesetzlich geforderte Lichtbilderfassung bietet und mit den persönlichen Daten des Karteninhabers und einer qualifizierten elektronischen Signatur unter mehrfacher Verschlüsselung zusammenführt.

Die dritte Säule des Konzepts bilden die so genannten Registrierungs-Officer. Hierfür werden flächendeckend in Deutschland Fotostudios, Optiker und andere geeignete Dienstleister eingebunden. Ihre Aufgabe ist es, die Identität des Kunden anhand eines Ausweisdokumentes zu überprüfen, das Bild anzufertigen und den kompletten Datensatz verschlüsselt an den ValiPro Zentral-Server zu übermitteln. Von dort erfolgt die Weiterleitung an die jeweilige Krankenkasse im Auftrag des Versicherten.

Mit hartkryptographischen Codierungen sind Manipulationen an den Daten ausgeschlossen. Die Daten werden nach der Übermittlung an den Zentralserver sofort auf dem lokalen Rechner gelöscht. Die ersten Registrierungsstellen starten im Dezember bereits mit dem zum Patent angemeldeten System ValiPro.

Die Initiatoren werden ab 2009 gezielt die Versicherten ansprechen, um sie über ValiPro zu informieren, das für sie deutlich günstiger ist als das übliche professionelle Fotoshooting mit anschließendem Papierversand.

Mehr Information: www.valipro.de

Möchten Sie einen Kommentar schreiben?